Sonntag, 16. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Medizin
03. August 2016

Bevacizumab-Resistenz: Mit dynamischem Monitoring früher auf Adaptation des Tumormicroenvironments reagieren

Der anti-VEGFAntikörper Bevacizumab verlängert das progressionsfreie Überleben bei verschiedenen Krebsarten, häufig allerdings wird der Effekt limitiert durch eine erworbene Resistenz. Bislang war es nicht möglich, den Anpassungszeitpunkt des Tumors oder darin involvierte Gene zu bestimmen. Eine Studie mit 35 Patientinnen mit duktalem Mammakarzinom innerhalb der 2 Post-Treatment-Wochen evaluierte das Ansprechen auf Bevacizumab per Dynamic contrast enhanced MRI (DCE-MRI).
Initial zeigte sich ein Ansprechen im DCE-MRI als signifikanter Rückgang der Ktrans* sowie als Absinken der angiogenen Faktoren ESM1 und FLT1 sowie geringere Proliferation. Gleichzeitig wurde jedoch eine große Heterogenität deutlich, die von einer Herunterregulierung der Blutgefäßdichte über zentrale Nekrose bis kontinuierlichem Wachstum mit Neugefäßbildung reichte.

Signifikant hochregulierte Signalwege, die zur Resistenz führten, betrafen vor allem die Glykolyse und pH-Adaptation sowie PI3K-Akt und das Immun-Checkpoint-Signaling. Für letztere existieren bereits Inhibitoren, die sich damit als wichtige Kombinationstherapien für künftige Studien qualifizieren.

Multimodales und dynamisches Monitoring per DCE-MRI während der Therapie mit Bevacizumab erlaubt, das Ansprechen bereits nach 2 Wochen zu klassifizieren und mögliche Resistenzmechanismen aufzudecken.

Antiangiogene Studien sollten Patienten mit anfangs hoher Ktrans enthalten sowie die verschiedenen Target-Therapieoptionen, um früh auf mögliche Resistenz-Signalwege reagieren zu können. Mit Dynamischem Monitoring sollten dann zugängliche neue Kombinationspartner schnell mit aufgenommen werden können.
(übers. AB)

* Die im DCE-MRI ermittelte Transferkonstante Ktrans beschreibt den transendothelialen Transport des Kontrastmittels durch Diffusion vom Vaskulärraum zum Tumor-Interstitium. So lässt sich die vaskuläre Permeabilität messen.
 

Quelle: ebiomedicine.com

Literatur:

Shaveta Mehta, Nick P. Hughes, Sonia Li et al.
Radiogenomics Monitoring in Breast Cancer Identifies Metabolism and Immune Checkpoints as Early Actionable Mechanisms of Resistance to Anti-angiogenic Treatment.
EBioMedicine 2016

http://www.ebiomedicine.com/article/S2352-3964(16)30322-X/abstract

 


Anzeige:
Kyprolis
Das könnte Sie auch interessieren
Deutsche Krebshilfe fördert kooperatives interdisziplinäres Netzwerk für onkologische Sport- und Bewegungstherapie in der Region Frankfurt/Rhein-Main
Deutsche+Krebshilfe+f%C3%B6rdert+kooperatives+interdisziplin%C3%A4res+Netzwerk+f%C3%BCr+onkologische+Sport-+und+Bewegungstherapie+in+der+Region+Frankfurt%2FRhein-Main
© oneinchpunch / Fotolia.com

Körperliche Bewegung und Sport haben vielfältige positive Wirkungen, wenn sie begleitend zu einer Krebstherapie eingesetzt werden. Therapiebedingte Nebenwirkungen, das bei nahezu allen Patienten beobachteten Müdigkeits-Syndrom (Fatigue), sowie subjektive Belastungen der Therapie und der Erkrankung werden durch regelmäßige körperliche Bewegung wesentlich erleichtert. Dennoch gibt es derzeit noch keine...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Bevacizumab-Resistenz: Mit dynamischem Monitoring früher auf Adaptation des Tumormicroenvironments reagieren"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.