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Medizin
15. September 2016

Bedeutung der Mundhygiene bei Kopf-Hals-Tumoren

Schlechte Mundhygiene könnte zur Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren (head and neck cancer = HNC) beitragen, auch wenn die Ursache und Unabhängigkeit bestimmter Indikatoren unklar ist, so das Ergebnis einer Studie, die den Zusammenhang zwischen 5 Faktoren von Mundhygiene mit dem Auftreten von Kopf-Hals-Tumoren untersuchte.
Hierbei wurden in einer gepoolten Analyse Daten von 8.925 Fällen und einer Kontrollgruppe mit 12.527 Personen aus 13 Studien, die am internationalen epidemiologischen Konsortium beteiligt sind, untersucht. Zu den Indikatoren gesunder Mundhygiene gehörten: keine Erkrankungen des Zahnfleischs (oder Zahnfleischbluten), < 5 fehlende Zähne, mindestens einmal täglich Zähneputzen, Zahnarztbesuch ≥1x/Jahr, keine Zahnprothese.

Dabei gaben sich inverse Zusammenhänge zwischen HNC und folgenden Indikatoren:  < 5 fehlende Zähne (OR=0,78; 95% CI: 0,74-0,82), jährlicher Zahnarztbesuch (OR=0,82; 95% CI: 0,78-0,87), tägliches Zähneputzen (OR=0,83, 95% CI: 0,79-0,88), keine Zahnfleischerkrankung (OR=0,94; 95% CI: 0,89-0,99). Kein Zusammenhang wurde zwischen HNC und dem Tragen einer Zahnprothese ersichtlich. Diese Zusammenhänge waren auch über die verschiedenen spezifischen HNC-Arten hinweg relativ konstant, vor allem die mit dem Zähneputzen und Zahnarztbesuchen.

Fazit: Eine gute Mundhygiene, gekennzeichnet durch wenig fehlende Zähne, jährliche Zahnarztbesuche und tägliches Zähneputzen, reduziert möglicherweise das Risiko von HNC.

(übers. von Red., siko)
Literatur:

D. Hashim, S. Sartori, P. Brennan et al.
The role of oral hygiene in head and neck cancer: Results from International Head and Neck Cancer Epidemiology (INHANCE) Consortium, doi: 10.1093/annonc/mdw224
http://annonc.oxfordjournals.org/content/early/2016/05/26/annonc.mdw224.abstract


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