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Medizin
06. April 2021

Bayer präsentiert Fortschritte seiner Krebsforschung auf dem AACR-Jahreskongress

Anlässlich der 2-wöchigen virtuellen Jahrestagung 2021 der American Association for Cancer Research (AACR) stellt Bayer neueste Forschungsergebnisse aus allen Bereichen seines Onkologie-Portfolios vor. Ergebnisse aus der Phase-III-Studie CHRONOS-3, die Copanlisib in Kombination mit Rituximab bei Patienten mit rezidivierten indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen (iNHL) untersucht hat, werden in der „Clinical Trials Plenary Session“ am 10. April präsentiert.
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Copanlisib, der einzige pan-Klasse-I-Inhibitor der Phosphatidylinositol-3-Kinasen (PI3K), der intravenös verabreicht wird, ist derzeit in den USA, Israel und Taiwan unter dem Handelsnamen Aliqopa™ für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem follikulärem Lymphom (FL) zugelassen, die zuvor mindestens 2 systemische Therapien erhalten haben; außerhalb dieser Märkte ist das Produkt noch nicht zugelassen. Die Zulassungen beruhen auf der Gesamtansprechrate (ORR) in der 1-armigen Phase-II-Studie CHRONOS-1 zur Monotherapie mit Copanlisib. An dieser Studie nahmen 104 Erwachsene mit follikulärem B-Zell-NHL teil, bei denen die Krankheit nach mindestens 2 systemischen Vortherapien wieder aufgetreten war. In den USA und in China hat das Medikament zusätzlich den Status einer „Breakthrough“-Therapie zur Behandlung des Marginalzonenlymphoms (MZL) auf Basis der klinischen Daten von MZL-Patienten, die an der Studie CHRONOS-1 teilnahmen, erhalten.
 

TRK-Fusionstumoren: Larotrectinib

Darüber hinaus werden Daten zur präzisionsonkologischen Therapie Larotrectinib (Vitrakvi™) von Bayer vorgestellt – der allerersten Behandlung, die für eine tumoragnostische Indikation zum Zeitpunkt der Erstzulassung in den USA und der Europäischen Union (EU) zugelassen wurde. Darunter sind Langzeitergebnisse von Patienten mit TRK-Fusionstumoren, die mit Larotrectinib behandelt wurden, sowie eine Analyse aus dem 100.000-Genom-Projekt des prognostischen Stellenwertes von Genfusionen der neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK). Larotrectinib ist in mehr als 40 Ländern weltweit zugelassen, darunter in den USA, Ländern der Europäischen Union (EU) sowie Japan. In der Europäischen Union ist Larotrectinib zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit soliden Tumoren mit einer NTRK-Genfusion zugelassen, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Weitere Zulassungsanträge in anderen Regionen sind auf dem Wege oder geplant.
 

Prostatakarzinom: Darolutamid

Zu Prostatakrebs werden Ergebnisse zu verschiedenen Wirkstoffen vorgestellt: Darolutamid (Nubeqa™), Radium-223-dichlorid, (Xofigo™) sowie zum zielgerichteten Thorium-Konjugat (TTC) BAY 2315497. Darunter sind präklinische Daten, die Auswirkungen einer Androgenstimulation und der Behandlung mit Darolutamid analysieren. Präklinische Daten zu Radium-223-dichlorid beleuchten die synergistische Antitumorwirkung von Radium-223-dichlorid und Enzalutamid. TTCs stellen eine neue Entwicklung im Bereich der zielgerichteten Alphatherapien dar, die das Potenzial zu einer schlagkräftigen Therapie für schwer zu behandelnde Krebserkrankungen haben können. Eine Präsentation hebt das PSMA-TTC BAY 2315497 hervor, das auf das prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) in Prostatakarzinomzellen abzielt, und zeigt die synergistische Antitumorwirkung in Kombination mit dem PARP-Inhibitor Olaparib in präklinischen Modellen für Prostatakrebs. PSMA-TTC wird derzeit in Phase-I-Studien untersucht.
 

Prostatakarzinom: Radium-223-dichlorid

Die vorgestellten Daten ergänzen die vorhandene Evidenz für Darolutamid und Radium-223 und unterstreichen die Bemühungen des Unternehmens, Männern in den verschiedenen Stadien von Prostatakrebs den Zugang zu geeigneten Therapieoptionen zu ermöglichen. Darolutamid, das in der pivotalen Phase-III-Studie ARAMIS eine signifikante Verbesserung des metastasenfreien Überlebens (MFS) sowie als sekundären Endpunkt eine signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit (OS) bei günstigem Sicherheitsprofil zeigen konnte, ist auf verschiedenen Märkten weltweit, darunter den USA, Ländern der EU, Japan und China, zur Behandlung von Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC zugelassen. Zulassungsanträge in anderen Regionen sind auf dem Weg oder geplant.
Radium-223-dichlorid ist in mehr als 50 Ländern weltweit zugelassen, darunter die USA, die EU, China und Japan. Ergebnisse der Phase-III-Studie ALSYMPCA beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) haben gezeigt, dass Radium-223-dichlorid das Gesamtüberleben verlängert und die Lebensqualität verbessert bei guter Verträglichkeit. In EU-Ländern wird Radium-223-dichlorid als Monotherapie oder in Kombination mit einem Luteinisierenden-Hormon-freisetzendem Hormon-Analogon zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit mCRPC und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen angewendet, bei denen die Erkrankung nach Erhalt von mindestens 2 vorausgehenden systemischen Therapielinien zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms fortschreitet, oder für die keine andere verfügbare systemische metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom -Therapie geeignet ist.
 

Molekularen Präzisionsonkologie und Immunonkologie

Darüber hinaus wird Bayer auch neueste Daten aus seiner differenzierten frühen Pipeline in anderen Schwerpunktbereichen wie der molekularen Präzisionsonkologie und der Immunonkologie vorstellen. Zum ersten Mal präsentiert das Unternehmen präklinische Daten zu dem neuartigen niedermolekularen EGFR-(Epidermal Growth Factor Receptor- )Exon-20-Inhibitor BAY 2476568, der im Rahmen der strategischen Forschungsallianz des Unternehmens mit dem Broad Institute vom MIT und Harvard in Cambridge (Massachusetts, USA) entdeckt wurde. Etwa 2 bis 3% aller nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) weisen eine In-Frame-Insertion in Exon 20 des EGFR auf, die mit einer Resistenz gegenüber bereits zugelassenen EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren verbunden ist. Für Betroffene gibt es keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten. Im Bereich der Immunonkologie präsentiert Bayer präklinische Ergebnisse zu BAY-405, einem neuartigen niedermolekularen Inhibitor des intrazellulären Immun-Checkpoint MAP4K1 (HPK1), der oral verabreicht wird.

Quelle: Bayer


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