Montag, 8. März 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Medizin

29. September 2016 ASTRO 2016: Exzellente Tumorkontrolle bei Prostatakrebs mit stereotaktischer Bestrahlung

Am 28. September 2016 wurden die Ergebnisse einer prospektiven Studie zum CyberKnife® System bekannt: 97% der Prostatakrebs-Patienten mit niedrigem oder mittlerem Risiko erreichten fünf Jahre nach der stereotaktischen Strahlentherapie mit dem CyberKnife System eine exzellente Tumorkontrolle. Die Behandlung wurde sehr gut vertragen. Schwere Nebenwirkungen waren auch über fünf Jahre nach der Behandlung selten (weniger als 2%). Die Studie, an der 21 Zentren beteiligt waren, wurde beim 58. Jahreskongress der American Society for Radiation Oncology (ASTRO) präsentiert und unter tausenden Abstracts als eine von 15 Studien zur Vorstellung auf der ASTRO-Pressekonferenz ausgewählt.
Gute Nachricht für Patienten

"Diese Studie ist eine gute Nachricht für neu diagnostizierte Prostatakrebs-Patienten. Die stereotaktische Bestrahlung ermöglichte eine verbesserte Tumorkontrolle mit wenigen Nebenwirkungen. Es waren nur fünf kurze Sitzungen notwendig, ohne eine zusätzliche Operation", sagte Robert M. Meier, Hauptautor der Studie und medizinischer Direktor des Swedish Cancer Institute am Northwest Hospital in Seattle. "Durch die Bildführung in Echtzeit, non-koplanare Bestrahlung und Submillimeter-Präzision erzielten Ärzte in unterschiedlichen Zentren eine hervorragende, konsistente Dosiskontrolle und geringere Toxizitäten im Vergleich zu anderen Strahlentherapieverfahren."
 
Die Ergebnisse in Kürze

Die Studie mit dem Titel "Five-Year Outcomes from a Multi-Center Trial of Stereotactic Body Radiotherapy for Low- and Intermediate-Risk Prostate Cancer” ist die erste große, multizentrische klinische Studie mit langfristiger Verlaufs- und Qualitätskontrolle zur stereotaktischen Bestrahlung mit dem CyberKnife System.

Die wichtigsten Ergebnisse:
- Rezidivfreie Fünf-Jahres-Überlebensraten waren für Patienten mit niedrigem und mittlerem Risiko fast identisch;
- Bei Patienten mit niedrigem Risiko war die Tumorkontrollrate nach fünf Jahren mit 97,3% besser als bei konventioneller Strahlentherapie (93%);
- Eine hochdosierte Bestrahlung mit dem CyberKnife kann in unterschiedlichen Behandlungszentren sicher angewendet werden. Dies bestätigt die Praktikabilität der Behandlungsmethode;
- Im Vergleich zu anderen Strahlentherapie-Verfahren (Vergleichswerte aus Ergebnissen früherer Studien) erreicht die Therapie mit dem CyberKnife geringere Toxizitätsraten.
 
Präzision bis auf den Submillimeter

Aufgrund der natürlichen Körperfunktionen kann sich die Prostata während einer Therapiesitzung ständig und unvorhersehbar bewegen. Daher ist es von zentraler Bedeutung, diese Bewegungen erkennen, nachverfolgen und die Bestrahlung entsprechend korrigieren zu können. Anders als andere Strahlentherapie-Systeme verfolgt das CyberKnife System die Bewegungen der Prostata kontinuierlich und korrigiert die Strahlenabgabe in Echtzeit. Durch dieses automatische Bewegungstracking und die Anpassung der Bestrahlung erreicht das System eine Präzision im Submillimeterbereich: Die Strahlenabgabe ist bis auf die Dicke eines Centstückes genau. So wird eine effektive Therapie ermöglicht, die gesundes Gewebe so weit wie möglich schont.

Quelle: Accuray


Anzeige:
Digital Gesamt 2021

Das könnte Sie auch interessieren

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung
© Fotolia / cryonoid_media

Mit einem Pressegespräch am 19. April in Berlin nimmt EuropaColon Deutschland e. V. seine Tätigkeit als spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung von Darmkrebspatienten auf. Der neu gegründete Verein ist die deutsche Tochter der seit zwölf Jahren europaweit aktiven Patientenorganisation EuropaColon, die in 24 Ländern Europas Menschen mit Darmkrebs unterstützt und gegenüber der Gesundheitspolitik für deren Interessen eintritt. Der Verein soll Anlaufstelle...

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASTRO 2016: Exzellente Tumorkontrolle bei Prostatakrebs mit stereotaktischer Bestrahlung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.