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Medizin
18. Dezember 2013

ASH 2013: Myelofibrose - Patienten mit Hochrisiko-Mutationen profitieren auch von Ruxolitinib

Der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) konnte in zwei großen Phase-III-Studien bei Patienten mit Myelofibrose die Milzvergrößerung dauerhaft reduzieren und die Überlebenszeiten verlängern. Das gilt einer Subgruppenanalyse zufolge auch für Patienten mit Hochrisiko-Mutationen.

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Die Myelofibrose ist durch die namengebende Fibrosierung des Knochenmarks und durch eine manchmal extreme Splenomegalie sowie durch diverse andere Symptome gekennzeichnet. Ruxolitinib hat in den COMFORT-Studien nicht nur diese Symptome erheblich und signifikant verbessert, sondern auch die Überlebenszeiten der Myelofibrose-Patienten verlängert. Ein Teil der Patienten weist allerdings Mutationen in einigen Genen auf (EZH2, ASXL1, IDH1/2 and SRSF2), die in der Vor-Ruxolitinib-Ära mit einer deutlich schlechteren Prognose assoziiert waren. In einer Subgruppenanalyse der COMFORT-II-Studie untersuchten Paola Guglielmelli, Florenz, und Kollegen, ob dies unter der Therapie mit dem JAK-Inhibitor immer noch gilt.

Wie Frau Guglielmelli bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in New Orleans, berichtete, wiesen 38,3% der Patienten im Ruxolitinib- und 43,5% derer im Kontrollarm, die die beste verfügbare Therapie erhalten hatten, einen Hochrisiko-Genotyp auf. Ruxolitinib hatte auf diese molekularen Hochrisiko-Patienten die gleiche Wirkung wie auf die genetisch unauffälligen Patienten: Sie erzielten gleich häufig eine Reduktion des Milzvolumens sowohl nach 24 Wochen (36,3% in der Hochrisiko- versus 33,8% in der Niedrigrisiko-Gruppe) als auch nach 48 Wochen (30,7% vs. 36,3%). Auch die Verlängerung des Überlebens unter Ruxolitinib war in beiden Gruppen ähnlich stark ausgeprägt mit einer Überlebensrate nach 114 Wochen von 79% in der Hochrisiko- und von 85% in der Niedrigrisiko-Gruppe, während in den Kontrollarmen der Unterschied mit 58% vs. 71% deutlich stärker ausgeprägt war. Das Vorhandensein der Hochrisiko-Mutationen wirkte sich nicht auf die Entwicklung einer Anämie unter Ruxolitinib aus.
 
jg


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