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Medizin
13. Dezember 2013

ASH 2013: Eisenchelation bei MDS-Patienten - Lebensqualität nicht beeinträchtigt

Patienten mit myelodysplastischen Syndromen werden häufig transfusionspflichtig und leiden in der Folge nicht selten an einer Eisenüberladung. Diese kann mit Eisenchelatoren wie Deferasirox (Exjade®) wirksam behandelt werden, wie beispielsweise eine italienische Studie mit 152 Patienten, die Deferasirox über ein Jahr erhielten, zeigen konnte. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in New Orleans präsentierten Fabio Efficace, Rom, und Kollegen aus beinahe 20 italienischen Institutionen nun die Lebensqualitäts-Daten zu dieser Studie.

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Diese wurden mithilfe des EORTC-QLQ-C30-Fragebogens im Abstand von drei Monaten erhoben. Es zeigte sich, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten, die im Median seit 32 Monaten an ihrer Erkrankung gelitten und median 37 Erythrozyten-Konzentrate erhalten hatten, über den einjährigen Zeitraum, in dem die Chelations-Therapie erprobt wurde, sich nicht verschlechterte. Ein höherer Schmerz-Score zu Beginn der Chelations-Behandlung war in einer multivariaten Analyse ein unabhängiger Prädiktor für das Erreichen von Transfusionsunabhängigkeit im Verlauf der Therapie.

Deferasirox ist also wirksam beim Abbau der Eisenbelastung transfusionspflichtiger MDS-Patienten, ohne dass die Chelations-Therapie deren Lebensqualität beeinträchtigen würde. Warum stärkere Schmerzen zu Beginn der Behandlung mit einer höheren Chance auf Transfusionsunabhängigkeit assoziiert sind, bleibt vorerst unklar.
jg


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