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Medizin

21. Juni 2017 ASCO 2017: Neue Ansprechkriterien RECIL für Lymphom-Studien vorgestellt

Um das Ansprechen von Lymphom-Patienten in klinischen Studien zu evaluieren, hat die International Working Group auf dem ASCO die sogenannten RECIL 2017-Kriterien vorgestellt. Damit sollen die Ansprechkriterien bei hämatologischen Tumoren an die RECIST-Kriterien bei soliden Tumoren angeglichen werden. RECIST basiert auf eindimensionaler Messung. Für Lymphome werden bislang die sog. Lugano-Kriterien mit zweidimensionaler Messung angewendet. Die Experten gehen davon aus, dass die eindimensionale Messung zur Beurteilung des Ansprechens angewendet werden kann und ähnliche Ergebnisse zeigt wie die zweidimensionalen Standard-Kriterien.
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Die Lugano-Kriterien basieren auf dem FDG-PET oder zweidimensionaler Tumormessung im CT.

Die Hypothese basiert auf 47.828 Bildgebungen von knapp 3.000 Patienten aus 10 multizentrischen klinischen Studien.

Die Tumorlast könne bestimmt werden aus der Summe der längsten Diameter. Bei Patienten mit disseminierter Erkrankung sollten maximal 3 Zielläsionen ausgewählt werden, um das Tumor-Ansprechen zu schätzen. Lymphknoten können in den meisten Fällen als Zielläsionen gelten, wenn der längste Diameter ≥ 15 mm beträgt.

Für Patienten, die immunmodulierende Substanzen (inkl. Checkpoint-Inhibitoren) bekommen, sollen die "immune-related response criteria" verwendet werden: die Beurteilung, ob ein Progress vorliegt, beruht auf 2 innerhalb von 4 Wochen aufeinanderfolgenden Scans und auf der Einbeziehung neuer Läsionsmessungen in die Gesamt-Tumorlast.

(übers. v. AB)

 

 

Quelle: ASCO 2017

Literatur:

Younes A et al. Ann Oncol mdx097. DOI:https://doi.org/10.1093/annonc/mdx097


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