Freitag, 27. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Myelofibrose
Myelofibrose
 
Medizin

08. Juni 2017 ASCO 2017: Daten bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ribociclib plus Letrozol als Erstlinientherapie bei HR+/HER2-, fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom

Eine Folgeanalyse der Studie MONALEESA-2 zeigte unter Ribociclib plus Letrozol ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 25,3 Monaten im Vergleich zu 16,0 Monaten unter der Monotherapie mit Letrozol (1). Unter Ribociclib plus Letrozol konnte die gesundheitsbezogene Lebensqualität aufrechterhalten werden (2), zudem zeigte sich ein konsistentes Sicherheitsprofil (1). Novartis untersucht Ribociclib in Kombination mit verschiedenen endokrinen Therapien in weiteren Studien bei unterschiedlichen Patientengruppen.
Die im Rahmen des 53. ASCO-Kongresses vorgestellten Daten aus der Phase-III-Studie MONALEESA-2 stützen vergangene Publikationen zu Wirksamkeit und Sicherheit von Ribociclib plus Letrozol bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem, humanem, epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-negativem (HR+/HER2-), fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom. Nach einer zusätzlichen Beobachtungsphase von 11 Monaten wurde ein medianes PFS von 25,3 Monaten (95%-Konfidenzintervall (95%-KI): 23,0-30,3) unter Ribociclib plus Letrozol versus 16,0 Monate (95%-KI: 13,4-18,2) unter der Letrozol-Monotherapie beobachtet (Hazard Ratio = 0,568 (95%-KI: 0,457-0,704; p < 0,0001)) (1).

Diese aktualisierten Ergebnisse zeigten erneut, dass Ribociclib plus Letrozol als Erstlinienbehandlung das PFS in allen Patientensubgruppen verlängern konnte (1). Die progressionsfreie Überlebensrate lag im Arm mit Ribociclib plus Letrozol nach zwei Jahren Behandlung bei 54,7% im Vergleich zu 35,9% bei den Patientinnen unter Letrozol-Monotherapie (1). In einer Kohorte von 213 US-amerikanischen Patientinnen, die im Rahmen der Studie MONALEESA-2 behandelt wurden, betrug das mediane PFS 27,6 Monate unter Ribociclib plus Letrozol und 15,0 Monate unter Letrozol allein (HR = 0,527 (95%-KI: 0,351-0,793) (1).

Der Behandlungsnutzen blieb unabhängig von der demografischen Verteilung und den Krankheitsmerkmalen bei allen Patientensubgruppen, einschließlich Frauen mit viszeraler Erkrankung und erstmalig diagnostizierten Patientinnen, konsistent (1). Bei 55% der Frauen mit messbarer Erkrankung bei Studienbeginn verkleinerte sich die Tumorgröße um mindestens 30% (Gesamtansprechrate (ORR)) im Vergleich zu 39% der mit Letrozol plus Placebo behandelten Frauen (1).

Die erste Zwischenanalyse bezüglich des Gesamtüberlebens (OS)D zeigt einen positiven numerischen Trend: Das mediane Gesamtüberleben im Ribociclib + Letrozol-Arm war noch nicht erreicht und lag im Placebo + Letrozol Arm bei 33 Monaten (HR=0,746; (95%-KI: 0,517-1,078; p=0,059)). Dieser Unterschied ist nicht statistisch signifikant und die Nachbeobachtung der Studie wird mit weiteren vorab spezifizierten Analysen bezüglich des Gesamtüberlebens fortgeführt (1).

In einer gesonderten Analyse hinsichtlich der von Patientinnen berichteten gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) in der Studie MONALEESA-2 zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen Frauen, die mit Ribociclib plus Letrozol behandelt wurden, im Vergleich zu Letrozol allein (HR = 0,89 (95%-KI: 0,67-1,18)) (2). Dies deutet darauf hin, dass die HRQoL durch unerwünschte Ereignisse nicht signifikant beeinträchtigt wurde (2).

Zudem zeigen die aktuellen Daten aus MONALEESA-2, dass das Sicherheitsprofil von Ribociclib plus Letrozol konsistent blieb. So war die Inzidenz von Unregelmäßigkeiten, die bei Laboranalysen und Elektrokardiogrammen (EKG) festgestellt wurden, mit denen vergleichbar, die bei der ersten Zwischenanalyse beobachtet wurde (1). Zum Zeitpunkt der aktualisierten Analyse waren die häufigsten (≥ 10%) Laborunregelmäßigkeiten vom Grad 3/4 für Ribociclib plus Letrozol im Vergleich zu Letrozol allein: verminderte Neutrophilenzahl (62,6% vs. 1,5%), verminderte Leukozytenzahl (36,8% vs. 1,5%), verminderte Lymphozytenzahl (16,2% vs. 3,9%) und erhöhte Alanin-Aminotransferase (11,4% vs. 1,2%) (1).

Das klinische Studienprogramm MONALEESA umfasst zwei zusätzliche Phase-III-Studien zum fortgeschrittenen Mammakarzinom, MONALEESA-3 und MONALEESA-7, bei denen die Wirksamkeit und Sicherheit von Ribociclib in Kombination mit anderen endokrinen Therapien untersucht werden. Novartis nimmt derzeit außerdem Patienten in Studien auf, um Ribociclib bei prä- oder postmenopausalen Frauen sowie bei Männern weiter zu untersuchen (RIBECCA) und prüft Ribociclib als adjuvante Therapie in Phase-III-Studien (EarLEE-1 und EarLEE-2).

Ribociclib wurde von der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung (FDA)F am 13. März 2017 als Erstlinienbehandlung bei HR+/HER2-, metastasiertem Mammakarzinom in Kombination mit einem Aromataseinhibitor zugelassen (3).

Darüber hinaus kooperiert Novartis seit kurzem in innovativer Weise mit IBM Watson Health. Gemeinsames Ziel ist es, die Versorgung bei Krebs zu optimieren und die Ergebnisse für Patienten zu verbessern. Die beiden Unternehmen werden hierfür die Entwicklung einer intelligenten Lösung sondieren, die auf Basis von Real-life-Patientendaten und fortschrittlicher analytischer Technik besseres Wissen über Ergebnisse von Therapieoptionen bei Brustkrebs geben soll.

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Hortobagyi G, et al.: Updated results from MONALEESA-2, a phase III trial of first-line ribociclib plus letrozole in hormone receptor-positive HER2-negative advanced breast cancer. ASCO 2017, Chicago, Illinois: Abstract #1038.
http://abstracts.asco.org/199/AbstView_199_182886.html
(2) Verma S, et al.: Health-related quality of life (HRQoL) of postmenopausal women with hormone receptor-positive (HR+), human epidermal growth factor receptor 2-negative (HER20) advanced breast cancer (ABC) treated with ribociclib + letrozole: Results from MONALEESA-2. ASCO 2017, Chicago, Illinois: Abstract #1020.
http://abstracts.asco.org/199/AbstView_199_189345.html
(3) Highlights of prescribing information - Kisqali. https://www.pharma.us.novartis.com/sites/www.pharma.us.novartis.com/files/kisqali.pdf.. Letzter Zugriff: 03. Juni 2017.


Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASCO 2017: Daten bestätigen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ribociclib plus Letrozol als Erstlinientherapie bei HR+/HER2-, fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab