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Medizin
08. Juli 2013

ASCO 2013: NSCLC: PROSE-Studie/Einfacher Serumproteintest kann bei Therapieentscheidung helfen

EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren sind effektiv bei NSCLC-Patienten mit aktivierender EGFR-Mutation. Doch die meisten nicht-asiatischen Patienten mit Lungenkrebs fehlt diese aktivierende Mutation oder der EGFR-Status ist nicht bekannt. Ein einfacher Serumproteintest (VeriStat-Test) könnte zeigen, welcher Patient mehr von Chemotherapie oder Erlotinib profitiert.

VeriStat ist ein Serumproteintest, nach dem die Patienten den beiden Gruppen "VeriStat good" (VSG) und "VeriStat poor" (VSP) zugeordnet werden können. In der multizentrischen, prospektiven und randomisierten PROSE-Studie wurden 285 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC vor Randomisierung als VSG und VSP klassifiziert und erhielten entweder Chemotherapie (Pemetrexed oder Docetaxel) oder Erlotinib als Zweitlinientherapie. Von den 129 Patienten in der Chemotherapiegruppe waren 88 (68%) als VSG und 41 (32%) als VSP klassifiziert worden, in der Erlotinib-Gruppe waren von134 Patienten 96 (72%) VSG und 38 (28%) VSP. Das Gesamtüberleben unterschied sich in beiden Gruppen nicht signifikant mit 9,0 Monaten in der Chemotherapiegruppe und bei 7,7 Monaten in der Erlotinibgruppe (HR 1,14, p=0,313). Auch das Gesamtüberleben der Patienten, die als VSG klassifiziert wurden, war in beiden Gruppen nahezu identisch mit 10,92 Monaten in der Chemotherapie- und 10,95 Monaten in der Erlotinib-Gruppe. Ein signifikanter Unterschied ergab sich allerdings in der Patientengruppe, die als VSP klassifiziert worden waren. VSP-Patienten hatten ein signifikant besseres Gesamtüberleben mit Chemotherapie als mit Erlotinib (6,38 vs. 2,98 Monate). Die Ergebnisse bestätigen somit sowohl die prognostische als auch prädiktive Relevanz des VeriStat-Tests, der sich somit als prädiktiver Biomarker für die Therapieentscheidung - Chemotherapie oder Erlotinib - bei Patienten mit EGFR-Wildtyp oder unbekanntem EGFR-Status eignen könnte.
#LBA8005

as
 


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