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Medizin
07. Juni 2013

ASCO 2013: Malignes Melanom - PD-1-Inhibitor Nivolumab mit vielversprechender klinischer Aktivität

Beeindruckende erste Daten des Langzeit-Follow-up einer Phase-I-Studie mit dem PD1-Rezeptorinhibitor Nivolumab bei mehrfach vorbehandelten Patienten mit malignem Melanom stellte der Studienleiter Mario Sznol, New Haven, Conn., vor. Bei nahezu jedem 3. Patienten kam es zu einer Tumorschrumpfung. Drei laufende randomisierte Phase-III-Studien sollen diese Ergebnisse nun bestätigen.

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Das Target von Nivolumab ist der PD-1-Rezeptor auf den T-Zellen, der eine Art Gatekeeper-Funktion hat. Sobald der Rezeptor ausgeschaltet wird, ist das Immunsystem "entfesselt". Dass dies ein sehr wirksamer Ansatz in der Therapie des malignen Melanoms ist, bestätigt die von Sznol vorgestellte Phase-I-Studie, in die 107 Patienten (Stadium IV) eingeschlossen waren.

Alle Patienten waren progredient und hatten zuvor mindestens 2 Standardtherapien erhalten. Getestet wurden mehrere Dosierungen des PD-1-Rezeptorinhibitors. Die Gesamtansprechrate (CR/PR) belief sich auf 31%, ein Ansprechen wurde unter jeder geprüften Dosis von Nivolumab beobachtet. Bei Patienten, die 3 mg/kg erhalten hatten, war die Ansprechrate am höchsten mit 41%. Sznol betonte, dass das Ansprechen sehr schnell zu sehen war und die mediane Ansprechdauer von 2 Jahren eine der längsten war, die bisher erzielt wurde. Eine lang andauernde Krankheitsstabilisierung erfuhren 11% der Patienten.

Das mediane Gesamtüberleben betrug 16,8 Monate, die 1- und 2-Jahresüberlebensraten lagen bei 62 bzw. 43%. Sznol bestätigte Nivolumab eine sehr gute Verträglichkeit, es waren keine neuen Nebenwirkungen aufgetreten.
as

Quelle: ASCO 2013, Abstr. #CRA9006


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