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Medizin
05. Juni 2013

ASCO 2013: Daten zu Brustkrebs-Prognosetests EndoPredict und uPA/PAI-1 im Vergleich

Beim Jahrestreffen der "American Society of Clinical Oncology" (ASCO) in Chicago wurden neue Daten aus der klinischen Praxis zu den Brustkrebs-Prognosetests EndoPredict und uPA/PAI-1 vorgestellt. Beide Tests können zur Risikoabschätzung bei Brustkrebs herangezogen werden. Ziel ist es hierbei, eine klare Empfehlung für oder gegen eine Chemotherapie geben zu können. Im Rahmen einer Vergleichsstudie wurde an der Technischen Universität München der Einfluss auf die finale Therapieentscheidung begutachtet.

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"Unsere prospektive Studie zeigt zum ersten Mal, dass mit dem moderneren EndoPredict sehr viel mehr Patientinnen einer Niedrigrisikogruppe zugeordnet werden können als mit dem älteren uPA/PAI-1-Test", erklärt Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. "Zudem ist der EndoPredict in seiner Anwendung einfacher, da kein Frischgewebe benötigt wird und er bei einer größeren Patientinnengruppe angewendet werden kann."
 
Untersucht wurden die Tumorproben von Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem und Her2/neu-negativem Brustkrebs. Ermittelt wurde der Gen-basierte EPclin-Score (37% high risk, 63% low risk) und wenn möglich und sinnvoll der uPA/PAI-1-Level (63% high risk, 37% low risk).
 
"Die Therapieentscheidung wurde vor allem durch den EPclin herbeigeführt. Die Testergebnisse führten dazu, dass 44% der Patientinnen keine Chemotherapie erhielten, obwohl dies zunächst angedacht war. Bei 5% war es genau umgekehrt, diese bekamen aufgrund des erhöhten Risikos nach EPclin eine Chemotherapie" erklärt Prof. Kiechle. "Insgesamt lässt sich sagen, dass der EndoPredict das vielseitigere und leistungsfähigere Verfahren zur Prognosebestimmung ist. Er kann im klinischen Alltag einfacher eingesetzt werden und einem Drittel mehr Frauen kann eine Chemotherapie erspart werden."
 
EndoPredict ist ein speziell für Brustkrebspatientinnen entwickelter Multigen-Prognose-Test, der in drei Studien mit über 2.200 Patientinnen klinisch validiert wurde und damit einen Evidenzgrad von I besitzt. Bei Patientinnen mit sehr guter Prognose kann auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Als einziger Test seiner Art wird der EndoPredict direkt in der örtlichen Pathologie als ärztliche Leistung angeboten. Das Ergebnis kann bereits nach einem Tag vorliegen und ermöglicht eine zeitnahe Planung der weiteren Therapieschritte.

Quelle: Sividon


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