Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
24. Februar 2021

Apalutamid bei metastasierter hormonsensitiver Erkrankung

In der Phase-III-Studie TITAN wurde die Therapie mit Apalutamid bei Patienten mit metastasiertem kastrationssensitiven Prostatakarzinom gegen Placebo geprüft. Beim ASCO-GU wurden aktuell die finalen Daten präsentiert (1). Mit nunmehr nahezu 4 Jahren Nachbeobachtungszeit konnte die signifikante Überlebensverlängerung durch Apalutamid zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie (ADT) bestätigt werden.
Anzeige:
Blenrep
Blenrep
In der TITAN-Studie erhielten 1.052 Patienten mit metastasierter Erkrankung (basierend auf ≥ 1 nachgewiesenen ossären Metastasen mit oder ohne viszerale Metastasen oder Lymphknotenbeteiligung) randomisiert Apalutamid (240 mg qd) + ADT oder Placebo + ADT bis zum radiologisch bestätigten Krankheitsprogress. Der duale primäre Endpunkt war das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) und das Gesamtüberleben (OS). An sekundären Endpunkten wurde nach einer der Studienmedikation folgenden Therapie nach Wahl des Behandlers das progressionsfreie Überleben ab Randomisierung bis zum Krankheitsprogress der nachfolgenden Therapie (PFS2) ermittelt.

Mit einer Nachbeobachtungszeit von median 44 Monaten zeigt sich eine Risikoreduktion zu versterben von 35% durch die Apalutamid-Therapie (HR=0,65; 95%-KI: 0,53-0,79; p<0,0001). Während der Median bezüglich des OS im Apalutamid-Arm noch nicht erreicht war, betrug das mediane OS im Kontrollarm 52,2 Monate. Nach Adjustierung auf den Effekt des cross-overs von etwa 40% der Patienten des Placebo-Arms in den Apalutamid-Arm, lag die Risikoreduktion zu versterben bei 48% (HR=0,52; 95%-KI: 0,42-0,64; p<0,0001). Der Vorteil für die Apalutamid-haltige Therapie wurde für nahezu alle präspezifizierten Subgruppen bestätigt. Auch bezüglich der relevanten sekundären Endpunkte PFS2 (HR=0,62; 95%-KI: 0,51-0,75; p<0,0001) und Zeit bis zur kastrationsresistenten Erkrankung (CRPC) (HR=0,34; 95%-KI: 0,29-0,41; p<0,0001) wurde eine deutliche Risikoreduktion durch Apalutamid beobachtet. Die Lebensqualität, gemessen mithilfe des FACT-P-Fragebogens, war in beiden Studienarmen über den Studienverlauf vergleichbar. Bezüglich der Nebenwirkungen wurden keine neuen Signale seit der ersten Analyse der TITAN-Studie beobachtet.

Dr. rer. nat. Ine Schmale

Quelle: Genitourinary Cancers Symposium (ASCO-GU), 11.-13. Februar 2021

Literatur:

(1) Chi KN et al.: Final analysis results from TITAN: A phase 3 study of apalutamide vs placebo in patients with metastatic castration-sensitive prostate cancer receiving androgen deprivation therapy. ASCO GU 2021, Abstr. #11
 


Anzeige:
Venclyxto
Das könnte Sie auch interessieren
Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
Weltkrebstag%3A+Deutsche+Krebshilfe+informiert+und+ruft+zum+Handeln+auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien und...

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
Junge+Krebspatienten%3A+Ausbildung+und+Familie%2C+aber+auch+Angst+und+Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Apalutamid bei metastasierter hormonsensitiver Erkrankung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.