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Medizin

27. Juni 2017 Anti-LAG-3 in Kombination mit Nivolumab zeigt Aktivität bei vorbehandelten Melanompatienten unter anti-PD-1/PD-L1-Therapie

Anlässlich der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2017 wurden Proof-of-Concept-Daten veröffentlicht, die eine vorläufige Wirksamkeit von BMS-986016 in Kombination mit Nivolumab (Opdivo®) bei vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorheriger anti-PD-1/PD-L1-Therapie (n=55) zeigen. Bei der neuen Substanz handelt es sich um einen anti-LAG-3 (Lymphozyten-Aktivierungsgen 3)-Antikörper. In der laufenden Expansionsstudie mit stark vorbehandelten Patienten, die unter einer anti-PD-1/PD-L1-Therapie refraktär waren oder ein Rezidiv erlitten hatten, betrug die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) bei den auswertbaren Patienten 12,5% (n=48). Die Patienten, bei denen mindestens 1% (n=25) der tumorassoziierten Immunzellen im Bereich des Tumorrands LAG-3 exprimierten, erzielten eine fast dreimal höhere ORR im Vergleich zu den Patienten mit einer LAG-3-Expression von weniger als 1% (n = 14) (20,0% vs. 7,1%) (1).
Für einige Tumorarten ist die immunonkologische Therapie bereits zum Therapiestandard geworden. Immer mehr Patienten sind jedoch unter einer anti-PD-1/PD-L1-Therapie refraktär oder erleiden ein Rezidiv und haben aufgrund dessen eine schlechtere Prognose. Diese Proof-of-Concept-Daten zeigen, dass die Kombination von anti-LAG-3 und Nivolumab bei Patienten, die unter einer anti-PD-1/PD-L1-Therapie refraktär sind, Patienten helfen kann, die Resistenz zu überwinden und die T-Zell-Aktivität wiederherzustellen.

„Als potenziell synergistischer Signalweg zu PD-1/PD-L1 ist LAG-3 ein wichtiger Immun-Checkpoint-Rezeptor, der die T-Zell-Funktion reguliert und dessen Hemmung den Nutzen für Patienten steigern kann“, so Paolo Ascierto, M.D., Istituto Nazionale Tumori Fondazione Pascale in Neapel, Italien. „Diese Ergebnisse zeigen, dass BMS-986016 in Kombination mit Opdivo® einen klinischen Nutzen bieten kann, insbesondere für Patienten, deren Tumoren Immunzellen enthalten, die LAG-3 exprimieren. Dies rechtfertigt weitere Studien, um die Auswirkung dieser Kombination und den Nutzen von LAG-3 als immunologischen Biomarker zu untersuchen.“

„Von den Fortschritten in der Immunonkologie konnten bislang viele Krebspatienten profitieren. Leider sprechen einige Patienten nicht gut auf die Behandlung an oder erleiden nach einem anfänglichen Ansprechen ein Rezidiv“, so Fouad Namouni, M.D., Head of Oncology Development, Bristol-Myers Squibb. „Wir arbeiten aktiv daran, die zugrunde liegende Biologie von anti-PD-1/PD-L1-resistenten Tumoren zu charakterisieren und prädiktive Biomarker zu bestimmen, um Entscheidungen über sinnvolle Kombinationstherapien treffen zu können. Diese Ergebnisse, die auf eine potenzielle Bedeutung von anti-LAG-3 in diesem Kontext hinweisen, sind für uns ermutigend und wir sind gespannt auf die weitere laufende Forschung zu LAG-3 als alternativem therapeutischem Target und prädiktivem Biomarker.“

Quelle: Bristol-Myers Squibb


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