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Medizin
20. Mai 2015

AML: Neue Dresdner Therapie-Leitlinie zur Behandlung der Hyperleukozytose

Die Hyperleukozytose (>100.000 Zellen/Mikroliter) kann Komplikationen wie Leukostase, Tumorlyse-Syndrom (TLS) und disseminierte intravasale Koagulation (DIC) auslösen. Da besonders Leukostase eine bei AML häufig auftretende Komplikation darstellt, muss die Hyperleukozytose durch den schnellen Einsatz der richtigen Chemotherapie, durch Blutverdünnung mit Infusionen und durch eine Apherese innerhalb von Stunden unter Kontrolle gebracht werden. "Blood" veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe eine Therapie-Leitlinie der Dresdner Leukämie-Experten Prof. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus sowie Leiter des Universitäts KrebsCentrums, und PD Christoph Röllig, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie.

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Hyperleukozytose betrifft nur wenige AML-Patienten, diese haben aber eine besonders schlechte Prognose. Eine Hyperleukozytose zum Diagnosezeitpunkt ist ein hämatologischer Notfall.

In der Arbeit, die bereits online veröffentlicht wurde, bündeln Ehninger und Röllig Erkenntnisse aus der Literatur, eigenen Forschungen und jahrzehntelanger klinischer Erfahrung. Dank des Artikels werden der weltweiten Leserschaft von "Blood" präzise und umfassende Behandlungsanweisungen an die Hand gegeben. Durch die konsequente Umsetzung dieser Hinweise kann die akute Lebensgefahr vom Leukämiepatienten abgewendet und ein Zeitfenster für die langfristige Heilung der Erkrankung geöffnet werden.

Mit der Publikation der Leitlinien würdigt das hochrenommierte amerikanische Fachblatt gleichzeitig die Leistungen und Expertise des Dresdner Klinikdirektors Prof. Gerhard Ehninger, dessen Forschungen auf dem Gebiet der Leukämien und Bluterkrankungen seit vielen Jahren international große Beachtung finden.

Literaturhinweis:
Röllig C, Ehninger G.: How I treat hyperleukocytosis in acute myeloid leukemia.
Blood. 2015 Mar 16. pii: blood-2014-10-551507
DOI: http://dx.doi.org/10.1182/blood-2014-10-551507
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25778528

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden


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