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Medizin

13. Oktober 2020 Amgens Produktpalette: Von bewährt bis Biosimilar

Amgens Onkologie-Pipeline beinhaltet Arzneimittel und Immuntherapien für mehr als ein Dutzend verschiedener Krebserkrankungen von Blutkrebs bis hin zu soliden Tumoren. Die Produktpallette reicht von Zytostatika über innovative Biologika, Biosimilars bis hin zu einer neuen zielgerichteten Therapie gegen das Onkogen KRAS. Während des virtuellen DGHO 2020 wurden einige davon vorgestellt und von den Experten diskutiert.
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Bewährt hat sich in den letzten 5 Jahren Carfilzomib (Kyprolis®) in der Therapie des Multiplen Myeloms. In der ASPIRE-Studie konnte es bei Patienten mit rezidivierten Multiplen Myelomen nach ein bis drei Vortherapien in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) in allen Subgruppen zu einem besseren Gesamtansprechen und deutlichen und signifikanten Verlängerungen des progressionsfreien und Gesamtüberleben (PFS, OS) führen als Rd allein. Ebenfalls bewährt hat sich der  EGFR-Antikörper Panitumumab (Vectibix®), der in Kombination mit Chemotherapie überlegende Wirksamkeit (OS) bei  Patienten mit metastasierten Kolorektalkarzinomen (mCRC) und KRAS-Wildtyp gezeigt hat. Seit August ist außerdem MVASITM, das Bevacizumab von Amgen zugelassen für alle Entitäten, für die das Originalpräparat der Firma Roche (Avastin®) zugelassen ist. In einer Phase-3-Äuquvalenzstudie konnte es seine Gleichwertigkeit zu Avastin® nachweisen.

KRAS attackieren

Die RAS-Genfamilie, die seit fast vier Jahrzenten Gegenstand der Forschung ist, ist eine der am häufigsten mutierten Onkogene bei Krebserkrankungen des Menschen. Eine spezifische Mutation, die als KRASG12C bekannt ist, ist ein wichtiger Treiber für das Tumorwachstum und tritt bei vielen unterschiedlichen soliden Tumoren auf. Am 5.10. 2020 wies Amgen auf positive Phase-II-Topline-Ergebnisse der klinischen Studie CodeBreaK 100 hin. Die Studie untersuchte den KRASG12C-Inhibitor Sotorasib bei 126 Patienten mit KRASG12C- mutiertem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), bei denen im Durchschnitt zwei vorherige Therapielinien (Immun- und/oder Chemotherapie) versagt hatten. Sotorasib zeigte eine objektive Ansprechrate, die mit den zuvor berichteten Phase-I-Daten bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC konsistent war. In der Phase-I-Studie hatte Sotorasib bei KRASG12C -positiven Patienten mit der Tagesdosis von 960 mg zu einer bestätigten objektiven Ansprechrate (ORR) von 35,3% und einer Krankheitskontrollrate (DCR) von 91,2% bei stark vorbehandelten Patienten mit NSCLC geführt. Detaillierte Ergebnisse dieser möglicherweise zulassungsrelevanten klinischen Phase-II-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC werden im Januar 2021 beim IASLC 2020 (World Conference of Lung Cancer) vorgestellt. Eine globale, randomisierte, aktiv- kontrollierte, konfirmatorische Phase 3-Studie zum Vergleich von Sotorasib gegenüber Docetaxel bei Patienten mit KRASG12C-mutiertem NSCLC (CodeBreaK 200) hat mit der Rekrutierung begonnen.

Quelle: MediaDialog: "Die Zukunft der Onkologie und Hämatologie – Ein Update", 8.10. 2020, DGHO 2020; Veranstalter: Amgen


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