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Medizin

11. April 2017 ALL: Mit Blinatumomab fast doppelt so langes Überleben wie unter Chemotherapie

Eine neue Phase-3-Studie zeigt, dass Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie signifikant länger leben, wenn sie mit dem Immuntherapeutikum Blinatumomab behandelt werden anstatt mit einer Standard-Chemotherapie.
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Der Wirkstoff Blinatumomab richtet sich gegen die akute lymphatische Leukämie (ALL). Nach den USA ist diese Immuntherapie seit Dezember 2015 in der Europäischen Union zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidivierter ALL zugelassen. Eine im März dieses Jahres publizierte, weltweite Phase-3-Studie mit 405 Hoch-Risiko-Patienten verglich die Wirksamkeit von Blinatumomab mit der einer intensiven Standard-Chemotherapie (1). Es zeigte sich, dass das mittlere Gesamtüberleben der mit dem Blinatumomab-Medikament Blincyto behandelten Patienten 7,7 Monate betrug – gegenüber 4,0 Monaten bei denen in der Chemotherapie-Gruppe. Ferner war zu erkennen, dass auch die Remissionsraten unter dem gentechnisch erzeugten Antikörper höher lagen.

Ergebnis mit Signalwirkung

„Dies ist die erste Studie, die eine Überlegenheit einer alleinigen Immuntherapie gegenüber einer Chemotherapie bei Leukämiepatienten zeigt. Dieses Ergebnis wird einen Wechsel in der Behandlung von Blutkrebspatienten einläuten“, kommentiert Prof. Max Topp vom Uniklinikum Würzburg (UKW) und Letztautor der wissenschaftlichen Publikation. Prof. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW, an der ein Teil der internationalen Studie durchgeführt wurde, ergänzt: „Das ist ein großer Erfolg vor allem für die Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie, aber auch für die Würzburger Universitätsmedizin. Weiterentwicklungen dieses Antikörpers sind derzeit am UKW bei verschiedenen anderen Tumorerkrankungen im Einsatz – auch hier gibt es erste Anhaltspunkte für eine gute Wirksamkeit.“

Quelle: Universitätsklinikum Würzburg

Literatur:

Hagop Kantarjian, Anthony Stein, Nicola Gökbuget et al.
Blinatumomab versus Chemotherapy for Advanced Acute Lymphoblastic Leukemia
N Engl J Med 2017; 376:836-847March 2, 2017DOI: 10.1056/NEJMoa1609783
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1609783


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