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Medizin

16. April 2019 Studien-Update zu Alectinib: 3 Jahre PFS unabhängig von EML4-ALK-Fusionsgenvariante

Eine kürzlich im Journal of Thoracic Oncology veröffentlichte Subgruppenanalyse bestätigt die überlegene Effektivität von Alectinib (Alecensa®) bei ALK-positivem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) (1). Über alle untersuchten Subgruppen hinweg profitieren die Patienten davon, dass Alectinib in der First-Line-Therapie mit einem progressionsfreien Überleben (PFS) von 34,8 Monaten einhergeht (2). Dies erkennen auch nationale und internationale Leitlinien an: Die DGHO empfiehlt Alectinib als Standard für die First-Line-Behandlung (3). Die ESMO hat Alectinib in dieser Therapiesituation den höchsten Empfehlungsgrad (1A) zugesprochen (4).
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Reduktion des Progressionsrisikos

Das bereits zum ASCO 2018 präsentierte Update zur ALEX-Studie zeigt, dass Alecensa in der First-Line-Therapie das mediane PFS bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC auf fast 3 Jahre (34,8 Monate) verlängert (2). Alectinib ist damit Crizotinib (medianes PFS: 10,9 Monate) im direkten Vergleich signifikant überlegen (2). Entsprechend reduziert Alectinib das Progressionsrisiko signifikant um mehr als die Hälfte (HR: 0,43; p < 0,0001) (2).

Die aktuelle Subgruppenanalyse belegt, dass die signifikante Überlegenheit von Alectinib unabhängig davon ist, welche EML4-ALK-Variante nachgewiesen werden konnte (1). Bei über 80% der Patienten mit ALK-positivem NSCLC wird der Tumor durch ein EML4-ALK-Fusionsgen verursacht (5,6). Bereits vorherige Subgruppenanalysen, u.a. zu Geschlecht, Ethnie, ZNS-Metastasierung und Alter, zeigen, dass diese Charakteristiken keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Alectinib bei ALK-positivem NSCLC haben (1,2).

Gute Verträglichkeit

Darüber hinaus stimmt das Sicherheits- und Nebenwirkungsprofil im Follow-Up mit bisherigen Daten überein. Alectinib ist gut verträglich bei deutlich längerer medianer Behandlungsdauer (27,0 Monate vs. 10,8 Monate unter Crizotinib). Dabei treten Nebenwirkungen, die den Patienten unmittelbar belasten (u. a. Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen), entscheidend weniger auf. Zudem geht Alectinib mit weniger Nebenwirkungen vom Grad 3-5 einher (1).
 

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Camidge DR et al. J Thorac Oncol 2019; pii: S1556-0864( 19) 30210-2. doi: 10.1016/j.jtho.2019.03.007 (Epub ahead of print).
(2) Camidge DR et al. J Clin Oncol 2018; 36 (suppl): Abstract 9043.
(3) Griesinger F et al. Onkopedia-Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)“, Stand: November 2018.
(4) Planchard D et al. Ann Oncol 2018; 29: iv 192-iv 237. 
(5) Soda M et al. Nature 2007; 448: 561-568.
(6) Rikova K et al. Cell 2007; 131: 1190-1203.


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