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Medizin

28. Oktober 2019 Aktualisierte Daten der FIGHT-202-Studie: Einsatz von Pemigatinib beim fortgeschrittenem Cholangiokarzinom liefert vielversprechende Ergebnisse

Das Cholangiokarzinom, das aus Zellen der Gallengänge entsteht, ist eine seltene Erkrankung mit ungünstiger Prognose,  deren Therapie nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Auf dem ESMO wurden nun ermutigende Daten aus der FIGHT-202-Studie zum selektiven FGFR-Inhibitor Pemigatinib als Therapieoption für Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom präsentiert.
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Die meisten Patienten mit einem Cholangiokarzinom leiden bei der Diagnosestellung bereits unter einer fortgeschrittenen (Stadium III und IV), inoperablen  Form der Erkrankung. Nur wenige Patienten (< 20%) sind in der Erstlinientherapie für einen chirurgischen Eingriff geeignet; bei den meisten ist daher eine Systemtherapie erforderlich. Ein Teil der Patienten mit einem intrahepatischen Cholangiokarzinom weist Translokationen des FGFR2-Gens auf. Für diese ist Pemigatinib, ein selektiver oraler Hemmstoff des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR) mit antineoplastischer Wirkung, ein wichtiger Behandlungsansatz. Dessen Wirksamkeit und Sicherheit wurden nun in der offenen einarmigen Phase-II-Studie FIGHT (Fibroblast Growth factor receptor in oncology and Hematology Trials)-202 an Patienten mit vorbehandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastatischem Cholangiokarzinom und FGF/FGFR-Genstatus beurteilt.

Studiendesign FIGHT-202

Primärer Endpunkt der Studie war die Gesamtansprechrate (ORR), sekundäre Endpunkte waren Ansprechdauer, Krankheitskontrollrate (DCR), progressionsfreies Überleben (PFS), Gesamtüberleben (OS) und Sicherheit. Die Probanden wurden in 3 Kohorten eingeteilt: In Kohorte A wurden die Patienten mit FGFR2-Fusionen/-Rekombinationen (n=107) aufgenommen, Kohorte B wies andere genetische Veränderungen an FGF/FGFR auf (n=20), und Kohorte C hatte keine genetische Veränderungen an FGF/FGFR (n=18).

Bei Patienten in Kohorte A wurde unter der Pemigatinib-Monotherapie eine ORR von 36% erreicht sowie ein medianes PFS von 6,9 Monaten mit einem medianen Follow-up von 15 Monaten. Bei 3 der Patienten führte die Therapie zu einem kompletten, bei 35 Patienten zu partiellem Ansprechen. Die DCR in diesem Kollektiv betrug 82%, die DOR 7,5 Monate und das mediane PFS 6,9 Monate vs. 2,1 Monate in Kohorte B und 1,7 Monate in Kohorte C. Auch die vorläufigen Daten zum OS waren ermutigend: So lag das mediane OS in Kohorte A bei 21,1 Monaten (95%-KI: 14,8-NE) vs. 6,7 Monaten in Kohorte B (95%-KI: 2,1-10,6) und 4,0 Monaten in Kohorte C (95%-KI: 2,3-6,5). Die Verträglichkeit von Pemigatinib erwies sich als gut. Ein Follow-up wird durchgeführt.

Resümee von Prof. Dr. med. Arndt Vogel, Hannover, zu den Ergebnissen der FIGHT-202-Studie: „Patienten mit Cholangiokarzinom stehen vor einer großen Herausforderung, da sie mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, die oft erst im Spätstadium diagnostiziert wird. Die Daten aus der FIGHT-202-Studie sind ermutigend. Sie zeigen das Potenzial, dass Pemigatinib zu einer wichtigen und dringend benötigten gezielten Behandlungsoption für diese Patientenpopulation werden muss.“

AH

Quelle: Incyte, ESMO 2019

Literatur:

Vogel A. FIGHT-202: A phase II study of pemigatinib in patients (pts) with previously treated locally advanced or metastatic cholangiocarcinoma (CCA). Abstract LBA40. ESMO 2019, Barcelona.


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