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Medizin
14. April 2021

AGO State-of-the-Art-Meeting und SABCS – Was ist neu und wichtig beim Mammakarzinom?

Konferenzbericht vom Fachpresse-Workshop Mammakarzinom
Die Therapie der Patientinnen mit Mammakarzinom entwickelt sich nicht nur ständig rasant weiter, sie wird auch immer Subgruppen- und Biomarker-spezifischer. Wichtige Neuigkeiten vom San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2020 sowie relevante neue Empfehlungen der Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) vom März 2021 stellten die Experten Prof. Michael Untch, Berlin, Prof. Nadia Harbeck, München, Prof. Sherko Kümmel, Essen und PD Dr. Rachel Würstlein, München beim virtuellen Fachpresse-Workshop der POMME-med GmbH vor. Bei Patientinnen mit einem metastasierten Hormonrezeptor (HR)-positiven Mammakarzinom ist die Ergänzung der endokrinen Therapie für prämenopausale Frauen mit einem CDK4/6-Inhibitor Standard.
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Die Daten der MONALEESA-7-Studie mit Ribociclib plus Aromatasehemmer und GnRH-Analoga gegenüber einer rein endokrinen Therapie bei prämenopausalen Patientinnen mit einem HER2-negativen, HR-positiven metastasierten Mammakarzinom sind sehr überzeugend und führten zu einem ++ in der diesjährigen AGO-Empfehlung. Für die beiden anderen CDK4/6-Inhibitoren Palbociclib und Abemaciclib wurde in derselben Situation anhand der vorliegenden Studiendaten ein + ausgesprochen. Bei postmenopausalen Patientinnen werden alle 3 Substanzen mit ++ empfohlen.
 

Alpelisib + Fulvestrant bei PIK3CA-Mutation

Nach Versagen der antihormonellen Therapie bei postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem HR-positivem Mammakarzinom mit PIK3CA-Mutation ist seit Sommer 2020 der erste PI3K-Inhibitor Alpelisib in Kombination mit Fulvestrant zugelassen. BRCA-Keimbahnmutationen treten nicht nur bei Patientinnen mit tripelnegativem Mammakarzinom (TNBC) auf, sondern auch bei Patientinnen mit HR-positiven Tumoren. Diesen Patientinnen steht im metastasierten Stadium die Therapie mit den PARP-Inhibitoren Olaparib und Talazoparib zur Verfügung. Auch für die frühe Erkrankung gibt es mittlerweile Hinweise auf die Wirksamkeit von Olaparib aus der OlympiA-Studie, deren Daten auf dem ASCO-Meeting 2021 vorgestellt werden. Beim metastasierten TNBC ist derzeit Atezolizumab in Kombination mit nab-Paclitaxel bei PD-L1-Positivität auf Immunzellen die einzige zugelassene Chemoimmuntherapie.
 

Pembrolizumab + Chemotherapie bei PD-L1-positivem metastasierten TNBC

Überzeugende Wirksamkeitsdaten lieferte auch die Keynote-355-Studie, die Pembrolizumab in Kombination mit verschiedenen Zytostatika untersucht und die in den USA zur Zulassung des Checkpoint-Inhibitors in Kombination mit Chemotherapie beim PD-L1-positiven metastasierten TNBC führte.
 

Tucatinib nach T-DM1-Vorbehandlung

Der Einsatz hochwirksamer anti-HER2-Strategien in frühen Erkrankungsstadien stellt Therapeuten bei Progress vor neue Herausforderungen.
Nach T-DM1-Vorbehandlung steht jetzt der Tyrosinkinase-Inhibitor Tucatinib zur Verfügung, der für diese Therapiesituation in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin in den AGO-Empfehlungen 2021 mit ++ gelistet wird. Trastuzumab-Deruxtecan zeigte in der gleichen Situation bei T-DM-1-Vorbehandlung ebenfalls sehr gute Daten in der Studie DESTINY-Breast01 und ist in den USA und seit Anfang 2021 auch in der EU zugelassen. Diese Substanz wurde von der AGO 2021 mit + empfohlen. Zu der Substanz läuft außerdem ein breites Studienprogramm.

Mascha Pömmerl

Quelle: Virtueller Fachpresse-Workshop „Mammakarzinom im Fokus“, 10.03. 2021; Veranstalter: POMME-med GmbH


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