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Medizin

05. November 2019 Auch ältere AML-Patienten profieren von Midostaurin

Vor zwei Jahren wurde mit Midostaurin der erste FLT3-Inhibitor zugelassen und läutete damit auch bei der AML die Wende hin zu zielgerichteten Therapien ein. Während der DGHO-Tagung in Berlin diskutierten Experten darüber, wie die Zytogenetik die AML-Behandlung revolutioniert hat und welche Hoffnung die CAR-T-Zelltherapie für Patienten mit DLBCL mit sich bringt.
Bei 30% aller AML-Patienten lässt sich eine FLT3-Mutation nachweisen, wobei zwei Arten dieser aktivierenden Mutationen unterschieden werden: die interne Tandem-Duplikationen (ITD) und Mutationen in der Tyrosinkinasedomäne (TKD). In der Zulassungsstudie RATIFY zeigten Patienten im Midostaurin-Arm (M) gegenüber dem Plazebo-Arm (P) eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) mit einer 22%-igen Reduktion des Sterberisikos (mittleres OS M vs. P: 74,7 vs. 25,6 Monate (p=0,009, HR 0,78)).  Der therapeutische Nutzen unter Midostaurin hinsichtlich OS und EFS war über alle FLT3-Mutations-Subgruppen zu beobachten, einschließlich Gruppen mit FLT3-ITD und FLT3-TKD Mutation. Ein Vergleich der Altersgruppen 18-60 Jahre vs. 61-70 Jahre zeigte keine Unterschiede im ereignisfreien und im Gesamtüberleben. Das heißt, auch ältere AML-Patienten profitieren signifikant von einer Midostaurin-Therapie.

R/R DLBCL: Früh an Tisagenlecleucel denken

Patienten mit diffusen großzelligen B-Zell-Lymphomen, die unter Erstlinientherapie mit R-CHOP rezidivieren oder refraktär sind (R/R DLBCL), haben eine schlechte Prognose. Seit August 2018 ist für Patienten mit R/R DLBCL nach zwei oder mehr Linien einer systemischen Therapie als CAR-T-Zelltherapie Tisagenlecleucel (Kymriah®) zugelassen. In der JULIET-Zulassungsstudie betrug die Gesamtansprechrate (ORR) 54% (CR: 40%, PR: 14%). 54% der Patienten mit einer PR konvertierten zu einer CR. Als mögliche Nebenwirkungen kann es zu kurzfristigen Toxizitäten wie neurologischen Ereignissen und zum Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS) kommen. Die Zulassung sieht vor, dass die Patienten in spezialisierten Therapiezentren überwacht und behandelt werden.

Dr. Annette Junker

Quelle: Novartis Oncology Pressekonferenz Kymriah®/Rydapt® „Diagnostische und therapeutische Herausforderungen bei DLBCL und AML“, 14.10.2019 im Rahmen der DGHO-Tagung, Berlin.


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