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Medizin
18. September 2015

ADO 2015: Calprotectin als prädiktiver Marker intestinaler Nebenwirkungen

Etwa 1/3 der Patienten entwickelt unter CTLA4-Antikörpertherapie gastrointestinale Beschwerden von Diarrhoe bis hin zu schwerer Colitis. Der Calprotectin-Wert ist ein gut etablierter Marker zur Kontrolle chronisch entzündlicher Darmerkrankungen und korreliert mit den gastrointestinalen Nebenwirkungen unter Ipilimumab, berichtete Dr. Anika Koop, Hannover.

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Calprotectin ist Bestandteil des Zytoplasmas von Neutrophilen. Bei einer Entzündung kommt es zu hohen Konzentrationen dieses Proteins im Stuhl, wo es mindestens eine Woche stabil nachweisbar ist.

Eine retrospektive Untersuchung von 52 Patienten mit inoperablem metastasierten Melanom, die mit dem CTLA4-Antikörper Ipilimumab behandelt wurden, korrelierten Calprotektin-Konzentration und Nebenwirkungsgrad. Es bestand hingegen kein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Nebenwirkungen und dem Patientenalter oder Geschlecht. Ziel sei es jetzt laut den Autoren der Studie, einen prädiktiven Cut-off-Wert für das fäkale Calprotectin zu finden, welcher statistisch signifikant mit dem Auftreten schwerer Kolitiden unter Ipilimumab-Therapie verbunden ist.

Dr. Anita Schweiger

Quelle: Sitzung 1 „Nebenwirkungen medikamentöser Tumortherapien“, 11.09.2015, ADO-Kongress, München


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