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Medizin

03. September 2018 Zulassung für Larotrectinib zur Behandlung von TRK-Fusionstumoren beantragt

Bayer hat den Zulassungsantrag für Larotrectinib bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht. Larotrectinib wurde zur Behandlung von Patienten (Erwachsenen und Kinder) mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren mit einer Fusion in den neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genen entwickelt. NTRK-Genfusionen sind Veränderungen im Genom, die zu einer unkontrollierten Produktion von Fusionsproteinen der Tropomyosin-Rezeptor-Kinase (TRK)-Rezeptoren und zum Tumorwachstum führen.
Larotrectinib ist ein hochselektiver TRK-Inhibitor. Er wirkt zielgerichtet gegen die TRK-Fusionsproteine, unabhängig davon, wo im Körper eines Patienten sich der Krebs entwickelt hat. Bayer und Loxo Oncology, ein biopharmazeutisches Unternehmen aus Stamford, Connecticut (USA), entwickeln Larotrectinib gemeinsam. Im Mai 2018 gewährte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA für Larotrectinib das beschleunigte Zulassungsverfahren in der Indikation „Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren, in denen eine NTRK-Genfusion nachgewiesen wurde“.

„Larotrectinib konnte bei Patienten mit TRK-Fusionstumoren signifikante klinische Erfolge erzielen. Die Wirkung war schnell und nachhaltig. Dies wurde bei verschiedenen Tumorarten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern beobachtet“, sagte PD Dr. Ulrik Lassen von der Abteilung Onkologie des Rigshospitalet in Kopenhagen.

„Die Zulassung von Larotrectinib würde einen Paradigmenwechsel in der Krebsbehandlung bedeuten. Dieser neue Ansatz richtet sich gegen die Veränderung im Genom, die das Krebswachstum fördert, unabhängig davon, an welcher Stelle im Körper der Krebs entstanden ist“, sagte Dr. Scott Fields, Senior Vice President und Leiter der onkologischen Entwicklung bei Bayer. „Der Zulassungsantrag für Larotrectinib bringt uns einen Schritt näher zu unserem Ziel, in Europa für Krebspatienten mit TRK-Fusionstumoren eine dringend benötigte Behandlungsoption anbieten zu können.“

Quelle: Bayer


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