Dienstag, 17. September 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

21. September 2016 Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf

In der Schule, vor dem Smartphone oder am Computer: Die Liste sitzender Aktivitäten von Jugendlichen ist lang. Fast die Hälfte ihrer Wachzeit – knapp sieben Stunden pro Tag – verbringen Schüler heutzutage sitzend oder liegend. Je mehr die jungen Menschen sitzen, desto riskanter ist auch ihr Gesundheitsverhalten: Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projektes "läuft". Die Ergebnisse dieser Studie wurden kürzlich in der Deutschen Medizinischen Wochenzeitschrift veröffentlicht. Die Deutsche Krebshilfe nimmt den heutigen Weltkindertag zum Anlass, auf die gesundheitsfördernden Aspekte eines aktiven Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen hinzuweisen.
Computerspiele, Filme schauen, mit Freunden im Internet chatten – das sind Lieblingsfreizeitaktivitäten von Jugendlichen. "Je mehr Zeit die Heranwachsenden im Sitzen vor den Bildschirmen verbringen, desto höher ist ihr Body-Mass-Index (BMI) sowie ihr Taillenumfang. Dieser Zusammenhang zeigt sich unabhängig davon, wieviel sich die Schüler in ihrer sonstigen Freizeit bewegen", so Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Geschäftsführer des IFT-Nord. Eine Ursache für das zunehmende Übergewicht könnte das "Snacken" während der Zeit vor den Bildschirmen sein, das durch Werbung zusätzlich gefördert wird. Andere sitzende Tätigkeiten, wie beispielsweise Lesen, Hausaufgaben oder Telefonieren werden laut Studie hingegen nicht mit einer Gewichtszunahme und einem riskanteren Gesundheitsverhalten in Verbindung gebracht.

Früh erlernte Verhaltensmuster werden häufig im Erwachsenenalter beibehalten. Deshalb ist es für die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und auch von Erwachsenen bedeutsam, sich frühzeitig regelmäßig zu bewegen und sitzende Aktivitäten einzuschränken. Andere wissenschaftliche Studien belegen, dass sitzende Tätigkeit unabhängig vom Aktivitätslevel das Krebsrisiko erhöht. Vor allem die Wahrscheinlichkeit, an Darm- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, steigt. Wer wenig sitzt und zudem regelmäßig körperlich aktiv ist, erkrankt dagegen seltener an Krebs.

Die Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren, ist ein wichtiges Anliegen der Deutschen Krebshilfe

Im Rahmen der gemeinsamen Präventionskampagne "Bewegung gegen Krebs" der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln erhalten Interessierte einfache Tipps und Hilfen für die ersten Schritte zu mehr Bewegung. "Wir möchten zeigen, dass es sich lohnt, seinen Körper bewegungsreich zu fordern – für das eigene Selbstbewusstsein, aber vor allem für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Quelle: Deutsche Krebshilfe


Das könnte Sie auch interessieren

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Die Bauchspeicheldrüse, das unbekannte Organ

Die Bauchspeicheldrüse (griech.: Pankreas) ist eine der größten Drüsen des Menschen. Dennoch ist nur wenigen bekannt, wo sie sich befindet und welche Funktionen sie übernimmt. Die Bauchspeicheldrüse ist ein keilförmiges Organ, ungefähr so groß wie eine Hand: ein bis zwei Zentimeter dick und etwa 15 Zentimeter lang. Sie liegt mitten im Oberbauch hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule. Mit ihrem sich verjüngenden Ende – dem...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

Kinder mit Leukämie – eine Herausforderung für die ganze Familie

Kinder mit Leukämie – eine Herausforderung für die ganze Familie
© Fotolia_164519107_XL_c_pingpao

Wird bei einem Kind Leukämie diagnostiziert, so hat das für die ganze Familie dramatische Veränderungen zur Folge. Neben den gesundheitlichen Sorgen, tun sich weitere Problemfelder auf: Wie kann der Alltag organisiert werden trotz hoher physischer und emotionaler Belastung? Wie lassen sich Beruf, Betreuung des kranken Kindes in der Klinik und die Fürsorge für die Geschwister vereinbaren und welche finanziellen Konsequenzen hat das? Zum Weltleukämietag am 28. Mai...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.