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Medizin

18. Juli 2018 Weichgewebesarkome: Forschungsförderung für verbesserte Krebsnachsorge

Tumoren des Weichgewebes, wie etwa der Muskeln, Nerven oder Knochen, machen nur etwa 1% aller Tumorerkrankungen aus. Doch weil viele dieser Sarkome früh in andere Gewebe streuen, ist bei ihnen die Rate der Wiedererkrankung und die Sterblichkeit besonders hoch. Wissenschaftler und Ärzte der Klinik für Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg forschen nun an einem Verfahren, um erneut auftretende Tumorzellen im Blut nachzuweisen und so den Patientinnen und Patienten zeitnah eine geeignete Therapie anbieten zu können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt seit 1. Juli 2018 mit 330.000 Euro für die kommenden 2 Jahre.
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Große Sarkome entfernen – und Körperteile gut rekonstruieren
 
Die wichtigste Therapiemaßnahme zur lokalen Tumorkontrolle bei Weichteilsarkomen ist die Operation. In der Klinik für Plastische und Handchirurgie werden in erster Linie Sarkome an Armen, Beinen und der restlichen Körperoberfläche operativ behandelt. Ziel der Operation ist es, das Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen und dabei die Funktion des Körperteils soweit wie möglich zu erhalten.

Weil oft Gefäße, Nerven oder Sehnen mit entfernt werden, müssen die Ärzte arterielle und venöse Bypässe legen, Nerven ersetzen oder die Sehnen verlagern, um den Funktionsverlust oder gar eine Amputation der betroffenen Gliedmaße zu vermeiden. „Die Fortschritte in der plastisch-rekonstruktiven Tumorchirurgie sind enorm. Wir können heute auch ausgedehnte Weichgewebssarkome vollständig entfernen und gleichzeitig die Funktion des Körperteils bestmöglich erhalten“, sagt Prof. Dr. Steffen Eisenhardt, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg.
 
Die Ärzte der Sektion für Plastisch-Rekonstruktive Tumorchirurgie befassen sich seit vielen Jahren mit der Behandlung bei Weichgewebssarkomen. Aus diesem klinischen Schwerpunkt ist ein Forschungsschwerpunkt zur nicht-invasiven Diagnostik von Weichgewebssarkomen entstanden. Für diesen Forschungsansatz erhalten nun Prof. Eisenhardt und Dr. David Braig, Arzt an der Klinik für Plastische und Handchirurgie, eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Höhe von 330.000 Euro. Grundlage der Forschung ist eine umfangreiche Sarkom-Biobank, die in den letzten Jahren durch die Arbeitsgruppe von Prof. Eisenhardt aufgebaut wurde.
 Das interdisziplinäre, multizentrische Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit PD Dr. Rainer Claus von der Klinik für Hämatologie und Onkologie des Klinikums Augsburg.
 
 

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


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