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Medizin

01. Oktober 2014 Versorgungspraxis der CLL - Symposium beim DGHO in Hamburg

Welche Wege zur Entscheidungsfindung gibt es für die Therapiewahl bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)? Welche therapierelevanten Faktoren spielen dabei eine Rolle? Und welchen Stellenwert hat die Komplementärmedizin bei der Erhaltung der Lebensqualität? Diese Fragen diskutieren Experten bei einem Symposium der Mundipharma GmbH am 12. Oktober 2014 im Rahmen der Jahrestagung der deutschsprachigen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Hamburg.

In der CLL 10-Studie vergleicht die deutsche CLL-Studiengruppe (DCLLSG) eine Chemoimmuntherapie mit Bendamustin und Rituximab (BR) mit dem als Standard-Erstlinientherapie für fitte CLL-Patienten geltenden FCR-Schema (Fludarabin, Cyclophosphamid, Rituximab). Eine im Dezember 2013 auf dem ASH-Kongress in New Orleans vorgestellte, geplante Zwischenanalyse zeigte, dass FCR zwar eine effektive Kombination bei jungen und fitten Patienten ist (Eichhorst B, Fink AM, Busch R et al. Blood (ASH Annual Meeting Abstracts) 2013; 122 (21): Abstr 562.), dass jedoch nach 2 Jahren Nachbeobachtungszeit bei Patienten über 65 Jahren - das sind die meisten Patienten mit CLL - kein signifikanter Unterschied im PFS zwischen den beiden Therapiearmen zu verzeichnen ist.

Es gab jedoch erhebliche Toxizitätsunterschiede: Unter BR traten bei den über 65-Jährigen nur etwa halb so viele schwere Infektionen auf wie unter FCR (26,5% vs. 47,4%, p=0,002). Aktualisierte Daten zur Toxizität in der CLL 10-Studie wurden dann im Juni beim EHA-Kongress in Mailand präsentiert (Langerbeins P, Busch R, Schweighofer CD et al. EHA 2014; Abstr P237.). Nach einer medianen Beobachtungszeit von 27,9 Monaten waren unter FCR signifikant häufiger Infektionen aufgetreten. Schwere Infektionen (Grad 3-5) waren im FCR-Arm mit 51,4% signifikant häufiger als im BR-Arm (38,8%, p=0,012), ebenso wie schwere Pneumonien (FCR 11,5% vs. BR 6,1%, p=0,027). Dies resultiert dann auch in einer signifikant höheren Infektionsrate (späte Infektionen) nach dem finalen Staging (FCR 19,8% vs. BR 10,8%, p=0,008). Generell empfehlen die Autoren deshalb eine antiinfektive Prophylaxe bei neutropenischen Patienten in der Erstlinientherapie der CLL. Dies betrifft besonders Patienten, die mit FCR behandelt werden.

Wie diese Daten die Versorgungspraxis von CLL-Patienten im Alltag beeinflussen und ob CLL-Patienten überhaupt außerhalb von klinischen Studien unter ambulanten Bedingungen für eine Therapie mit FCR geeignet sind, erfahren Sie vor Ort in Hamburg.
 
Bendamustin ist zurzeit als Primärtherapie bei CLL (Binet Stadium B oder C) von Patienten zugelassen, für die eine Fludarabin-haltige Kombinationschemotherapie nicht geeignet ist.

Quelle: Mundipharma


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