Mittwoch, 19. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

12. September 2019 Versorgung nach Akuttherapie: Untersuchung der Leistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen

Erneut werden mehrere Projekte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) im Bereich Versorgungsforschung vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert. Für 2 von UKE-Wissenschaftlern geleitete Projekte erhält das UKE mehr als 1,2 Millionen Euro. An 5 weiteren geförderten Projekten ist das UKE als Konsortialpartner beteiligt.
Mit der Situation von Familien mit einem krebskranken Kind oder Jugendlichem befasst sich das neue Projekt „FamKi-onko-V“ von Prof. Dr. Corinna Bergelt, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie. Ziel ist es, die Versorgungssituation und die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen nach Abschluss der Akuttherapie zu untersuchen. „Wir wollen untersuchen, welche Hilfen die Familien tatsächlich benötigen, und erwarten von dem Projekt erstmals systematische Erkenntnisse zu den Belastungen, Anliegen und Bedürfnissen der betroffenen Kinder, Jugendlichen und deren Eltern“, erläutert Bergelt. Das Projekt läuft 3 Jahre und wird mit knapp 400.000 Euro gefördert; Kooperationspartner im UKE sind die Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie sowie das Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie.

Optimierte Behandlungsstrukturen für erwachsene Autismus-Patienten entwickeln

Das zweite vom Innovationsfonds geförderte Projekt befasst sich mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) im Erwachsenenalter. „ASS tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf, und die Versorgungsstrukturen orientieren sich hierzulande auch eher an dieser Patientengruppe“, erklärt Prof. Dr. Holger Schulz, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie. In dem mit 825.450 Euro geförderten Projekt „Versorgungs- und Bedarfsanalyse zur barrierefreien Teilhabe an Diagnostik und Therapie von Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störung“ (BarrierefreiASS) werden in den kommenden 3 Jahren hemmende und fördernde Aspekte der Versorgung analysiert. Darüber hinaus soll ein Modellkonzept mit optimierten Behandlungsstrukturen entwickelt und evaluiert werden. Beteiligt sind verschiedene weitere UKE-Einrichtungen sowie die Universitätsklinik Köln.

Versorgungsforschung im UKE

Die Versorgungsforschung gehört zu den Forschungsschwerpunkten des UKE, die Aktivitäten werden vom Zentrum für Versorgungsforschung (CHCR – Center for Health Care Research) koordiniert. Aufgabe des CHCR ist es, bestehende Kompetenzen der Versorgungsforschung am UKE und an der Universität Hamburg zu bündeln und entsprechende Projekte in verschiedenen Versorgungsbereichen zu fördern und zu unterstützen. Weitere Infos: www.uke.de/chcr

Bundesweit unterstützt der Innovationsfonds in der aktuellen Förderwelle 59 Forschungsprojekte im Bereich Versorgungsforschung. Eine Entscheidung über die Anträge im Bereich Versorgungsformen steht noch aus. Aus Mitteln des Innovationsfonds werden Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichtet sind, und neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen, gefördert.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


Das könnte Sie auch interessieren

Kehlkopfentfernung – und wie geht es weiter?

Kehlkopfentfernung – und wie geht es weiter?
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Nicht mehr mit der eigenen Stimme sprechen zu können, ist für gesunde Menschen schwer vorstellbar. Wenn jedoch der Kehlkopf infolge einer Tumorerkrankung entfernt werden muss, wird das schnell zur Realität. Simone Kornburger, Case Managerin der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), hat einen interdisziplinären Patientenleitfaden entwickelt, der die Betroffenen von der Diagnose bis nach der Entlassung...

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Krebsblogger geben Einblick in ihre persönliche Krankheitsgeschichte

Krebsblogger geben Einblick in ihre persönliche Krankheitsgeschichte
© TIMDAVIDCOLLECTION - stock.adobe.com

11 Krebsblogger folgten der Einladung des forschenden Pharmaunternehmens Janssen in die Deutschlandzentrale nach Neuss, um sich beim 3. gemeinsamen Workshop auszutauschen und ihre Geschichte zu erzählen. Sie sehen sich selbst als Kämpfer gegen Krebs und „Mut-Anker“ für andere. Janssen, die Pharmasparte des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, unterstützt dieses Engagement. 2018 und 2019 fanden bereits ein erster und ein zweiter Blogger-Workshop statt.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Versorgung nach Akuttherapie: Untersuchung der Leistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität