Dienstag, 16. Juli 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

02. Mai 2019 Universitätsklinikum Freiburg gehört zum Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Ab sofort gehört das Universitätsklinikum Freiburg dem Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an. Betroffene erhalten das gesamte Spektrum der Vorsorge, Beratung und Behandlung aus einer Hand. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Deutsches Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
 
Erkranken Frauen in einer Familie gehäuft oder besonders früh an Brust- oder Eierstockkrebs, kann eine familiäre Veranlagung dahinter stecken. Um diese frühzeitig zu erkennen und den Betroffenen umfassend helfen zu können, wurde das Universitätsklinikum Freiburg nun als Zentrum in das Deutsche Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs aufgenommen. Hier erhalten Ratsuchende aus belasteten Familien das gesamte Spektrum der genetischen, gynäkologischen und radiologischen Diagnostik sowie eine umfassende interdisziplinäre Beratung und Behandlung. Die Kosten werden bei der Betreuung durch eines der bundesweit 19 Zentren des Konsortiums von den Krankenkassen übernommen.

Wohnortnahe Betreuung

„Für die Betroffenen ist eine wohnortnahe medizinische Betreuung von enorm großem Wert“, sagt Zentrumssprecherin Prof. Dr. Judith Fischer, Ärztliche Direktorin des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Freiburg. Frauen, bei denen ein erhöhtes Risiko festgestellt wird, müssen mehrmals jährlich zur Vorsorgeuntersuchung, oft schon ab einem jungen Alter. „Wir sind am Universitätsklinikum Freiburg in der glücklichen Lage, alle etablierten Diagnostik-, Vorsorge- und Behandlungsverfahren aus einer Hand anbieten zu können“, sagt Fischer. Dazu gehören unter anderem Gensequenzierungen auf dem höchsten wissenschaftlichen Niveau, MRT-Bildgebung und – nach einer Operation – das gesamte Spektrum des Brustwiederaufbaus. Letzterer kann am Universitätsklinikum Freiburg zum Teil auch mit Eigengewebe vorgenommen werden.
 
Erste Anlaufstelle für betroffene Frauen und Familien sind das Institut für Humangenetik sowie das Brustzentrum Freiburg. Darüber hinaus sind Experten der Klinik für Frauenheilkunde, der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, der Klinik für Plastische und Handchirurgie sowie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg wesentlich am neuen Zentrum beteiligt.

Gen BRCA1

Die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie ist weltweit wohl die bekannteste Betroffene: Bei ihr wurde 2013 eine Variante des Gens BRCA1 festgestellt, die das Brustkrebsrisiko deutlich erhöht. Daraufhin ließ sie sich prophylaktisch beidseits das Brustdrüsengewebe entfernen und die Brüste mit Silikon wiederherstellen. „So ein radikaler Schritt ist bei weitem nicht immer notwendig. Wir besprechen sehr ausführlich im interdisziplinären Team und mit den Betroffenen, was medizinisch sinnvoll und notwendig ist. Die Entscheidung liegt dann bei der Patientin“, sagt Fischer.

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


Das könnte Sie auch interessieren

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet
© Andrey Popov / fotolia.com

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2018 wurde an die Psychologin Astrid Grossert-Leugger, Basel, verliehen. Die Preisträgerin erhielt die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema „Web-Based Stress Management for Newly Diagnosed Patients with Cancer (STREAM): A Randomized, Wait‐List Controlled Intervention Study“. Die Preisverleihung erfolgte auf der 17. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie...

Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf

Weltkindertag: Deutsche Krebshilfe ruft zu aktivem Lebensstil auf
© Sabphoto / Fotolia.com

In der Schule, vor dem Smartphone oder am Computer: Die Liste sitzender Aktivitäten von Jugendlichen ist lang. Fast die Hälfte ihrer Wachzeit – knapp sieben Stunden pro Tag – verbringen Schüler heutzutage sitzend oder liegend. Je mehr die jungen Menschen sitzen, desto riskanter ist auch ihr Gesundheitsverhalten: Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Universitätsklinikum Freiburg gehört zum Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich