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Medizin

02. Mai 2019 Universitätsklinikum Freiburg gehört zum Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Ab sofort gehört das Universitätsklinikum Freiburg dem Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an. Betroffene erhalten das gesamte Spektrum der Vorsorge, Beratung und Behandlung aus einer Hand. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
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Deutsches Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
 
Erkranken Frauen in einer Familie gehäuft oder besonders früh an Brust- oder Eierstockkrebs, kann eine familiäre Veranlagung dahinter stecken. Um diese frühzeitig zu erkennen und den Betroffenen umfassend helfen zu können, wurde das Universitätsklinikum Freiburg nun als Zentrum in das Deutsche Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs aufgenommen. Hier erhalten Ratsuchende aus belasteten Familien das gesamte Spektrum der genetischen, gynäkologischen und radiologischen Diagnostik sowie eine umfassende interdisziplinäre Beratung und Behandlung. Die Kosten werden bei der Betreuung durch eines der bundesweit 19 Zentren des Konsortiums von den Krankenkassen übernommen.

Wohnortnahe Betreuung

„Für die Betroffenen ist eine wohnortnahe medizinische Betreuung von enorm großem Wert“, sagt Zentrumssprecherin Prof. Dr. Judith Fischer, Ärztliche Direktorin des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Freiburg. Frauen, bei denen ein erhöhtes Risiko festgestellt wird, müssen mehrmals jährlich zur Vorsorgeuntersuchung, oft schon ab einem jungen Alter. „Wir sind am Universitätsklinikum Freiburg in der glücklichen Lage, alle etablierten Diagnostik-, Vorsorge- und Behandlungsverfahren aus einer Hand anbieten zu können“, sagt Fischer. Dazu gehören unter anderem Gensequenzierungen auf dem höchsten wissenschaftlichen Niveau, MRT-Bildgebung und – nach einer Operation – das gesamte Spektrum des Brustwiederaufbaus. Letzterer kann am Universitätsklinikum Freiburg zum Teil auch mit Eigengewebe vorgenommen werden.
 
Erste Anlaufstelle für betroffene Frauen und Familien sind das Institut für Humangenetik sowie das Brustzentrum Freiburg. Darüber hinaus sind Experten der Klinik für Frauenheilkunde, der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, der Klinik für Plastische und Handchirurgie sowie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg wesentlich am neuen Zentrum beteiligt.

Gen BRCA1

Die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie ist weltweit wohl die bekannteste Betroffene: Bei ihr wurde 2013 eine Variante des Gens BRCA1 festgestellt, die das Brustkrebsrisiko deutlich erhöht. Daraufhin ließ sie sich prophylaktisch beidseits das Brustdrüsengewebe entfernen und die Brüste mit Silikon wiederherstellen. „So ein radikaler Schritt ist bei weitem nicht immer notwendig. Wir besprechen sehr ausführlich im interdisziplinären Team und mit den Betroffenen, was medizinisch sinnvoll und notwendig ist. Die Entscheidung liegt dann bei der Patientin“, sagt Fischer.

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg


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