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Medizin

19. Mai 2016 Tagungsschwerpunkt Uropathologie: Was braucht der Urologe vom Pathologen?

Im Zentrum steht weiterhin die Weiterentwicklung und Verfeinerung der Diagnosetechniken, zum einen mit molekularpathologischen (genetischen) Methoden, zum anderen auch mit bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Röntgen, MRT), um dadurch mit größerer Sicherheit über „gutartig“ oder „bösartig“ entscheiden zu können bzw. die weitere Entwicklung des Tumors sicher prognostizieren zu können. Das Ziel ist eine personalisierte Medizin, die noch effektivere Therapien ermöglicht. Die DGP setzt auch mit dem diesjährigen Schwerpunkt wieder auf den interdisziplinären Dialog.
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Ein Themenschwerpunkt der 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in diesem Jahr bildet die Uropathologie und ihre Herausforderungen für forschende wie behandelnde Mediziner. Pathologen arbeiten in engem Schulterschluss mit Urologen an noch besseren Diagnosemöglichkeiten, die wiederum eine passgenaue Therapie etwa für Prostata-, Harnblasen- oder auch Nierentumore eröffnen. Die Uropathologie hält, ebenso wie andere Gebiete der Pathologie, Herausforderungen und Fragen bereit, die es gemeinsam, im Austausch, zu lösen gilt. Der Tagungsschwerpunkt wird in zahlreichen Vorträgen, Sessions und Workshops – vom Krankenbett bis ins Labor – interdisziplinär neue Erkenntnisse vermitteln. 2016 ist die neue WHO-Klassifikation für die Urologischen Tumoren erschienen, die ein Diskussionsthema sein wird. Darüber hinaus werden neue Forschungsergebnisse, die bei der Tagung präsentiert werden, in Bezug zu den WHO-Leitlinien gebracht.

Die DGP setzt auch mit dem diesjährigen Schwerpunkt wieder auf den interdisziplinären Dialog, was sich unter anderem auch in den Vorträgen widerspiegelt: Die teilnehmenden Wissenschaftler tragen im Tandem vor – beispielsweise ein Pathologe mit einem Urologen. Den Pathologen soll dabei deutlich werden, wo die kritischen Entscheidungen für den Patienten liegen und welche konkreten Fragen der Klinische Partner aus der Pathologie beantwortet wissen möchte.
Tagungspräsidentin Prof. Dr. Ruth Knüchel-Clarke, selbst Uropathologin und Direktorin des Instituts für Pathologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, hat ein Programm mit renommierten Rednern (in Vorträgen, Keynotes und als Chairs) für diese Thematik zusammengestellt. So wird etwa unter vielen anderen Prof. Dr. Mark Rubin (Weill Cornell Medicine, Institute for Precision Medicine, New York), ein Experte für Prostatakrebs, als Keynote Speaker über „Precision Care for Prostata Cancer“ referieren (21. Mai). Die Experten aus der Urologie, Prof. Dr. Axel Heidenreich und Prof. Dr. Christian Stief, begleiten jeweils die Uropathologie-Hauptsitzungen zu den Themen Harnblase und Hoden bzw. Prostata und Niere mit ihrem Wissen und ihren Fragen (19. und 20. Mai).

Die Vorträge sind, wie erwähnt, häufig im Dialog geplant, etwa zu Nierentumoren mit Prof. Dr. Holger Moch (Universitätsspital Zürich, 21. Mai), Harnblasenkarzinomen mit Prof. Dr. Arndt Hartmann (Universität Erlangen, 20. Mai). Bei der Erarbeitung molekularpathologischer Diagnostik lernt die Pathologie von der Biologie: Prof. Dr. Leendert Looijenga (Universität Rotterdam) wird neue Daten zur Tumorentstehung des Hodentumors, eines Tumors junger Männer präsentieren (20. Mai).

Zusätzlich zu diesen Referaten wird in der AG Uropathologie (19. Mai) einer der vielen Brückenschläge zur Radiologie durch einen Vortrag von PD Dr. Daniel Eberli (Universitätsspital Zürich) hergestellt, der zur fokalen Therapie des Prostatakarzinoms auf dem Boden moderner Bildgebung berichten wird. Die Deutsche Röntgengesellschaft ist dieses Jahr Partner für die Tagung und prägt den inhaltlichen Schwerpunkt innovativer Technologie.
Alle Details zu den Veranstaltungen entnehmen Sie, bitte, dem wissenschaftlichen Programm-Planer auf der Tagungs-Website www.pathologie-kongress.com.

Brückenschlag zur Radiologie

„Unser Ziel ist es, nicht nur diagnostizieren zu können, ob es sich um einen bösartigen oder ein gutartigen Tumor handelt, sondern durch die Kombination aus Biopsie und bildgebenden Verfahren entscheiden zu können, welche Therapie notwendig ist“ sagt Ruth Knüchel-Clarke. Die Moleküle, die in der Pathologie als Therapieziele an Tumorzellen erforscht werden, werden traditionell für die Diagnostik am Patienten genutzt (translationale Forschung).
Darüber hinaus weist die Pathologie zunehmend auch Veränderungen an Tumorzellen auf Eiweiß- und DNA-Ebene nach, die zur Grundlage für eine Therapie des Patienten werden. Hier begleitet der Radiologe bildgebend den Effekt der Therapie und der Nuklearmediziner die Verteilung der untersuchten Moleküle im Tumor / Körper. Die interdisziplinäre Interaktion in Forschung und Klinik ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung einer noch mehr auf den einzelnen Patienten abgestimmten Therapie, in der Nebenwirkungen reduziert werden sollen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.


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