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Medizin

13. April 2017 Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin richtet Fokus auf Prostatakrebs

Vom 26. bis 29. April findet die NuklearMedizin 2017 als gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin in Dresden statt.  Ein Schwerpunkt der Dreiländertagung liegt auf einer neuen Form der Diagnose und Therapie für Patienten mit Prostatakrebs: Durch die Entwicklung des Wirkstoffs PSMA-617 können mit einem nuklearmedizinischen Verfahren nun wichtige Hinweise über die Ausdehnung dieser Tumorerkrankung gegeben werden, was entscheidend zu ihrer genauen Diagnose beiträgt.
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Darüber hinaus ist mit dem neuen Verfahren eine wirksame Therapie des Prostatakarzinoms möglich. Insbesondere beim fortgeschrittenen Prostatakrebs mit Metastasen kann eine solche Therapie die Erkrankung in vielen Fällen zurückdrängen, die Symptome lindern und unter Umständen lebensverlängernd wirken.

Bei der Dreiländertagung stehen des Weiteren die Innovationen auf dem Gebiet der Gerätetechnik, d.h. der in der Nuklearmedizin verwendeten Kamerasysteme, im Fokus. Ziel ist ein noch genaueres und insbesondere noch empfindlicheres Abbilden der Strahlung. Auf diese Weise werden die bereits geringen Mengen der benötigten radioaktiv markierten Substanzen weiter reduziert und zudem wird es möglich, die Untersuchungszeit zu verkürzen. Je nach Radionuklid, das für die Markierung verwendet wird, erfolgt die Bildgebung in der Nuklearmedizin über sogenannte Gammakamerasysteme (SPECT, single photon emission computed tomography) oder Positronenemissionstomographen (PET). In beiden stecken modernste Sensoren, Elektronik und Mechanik, die ständig weiterentwickelt werden. Seit einigen Jahren gibt es nun nuklearmedizinische Kameras, die neben einer Gammakamera auch eine Röntgencomputertomographie (CT)-Anlage beinhalten. Mit diesen Kameras lassen sich Überlagerungsbilder zwischen der Struktur des Körpers und dem Körperstoffwechsel erstellen. So können Stoffwechselveränderungen im Körper noch exakter dargestellt und zudem anatomisch zugeordnet werden.

Die Dreiländertagung NuklearMedizin 2017 ist ein einzigartiges Forum für die Präsentation des aktuellen Standes der Wissenschaft sowie des Fortschritts moderner medizinischer Techniken. Die Tagung steht somit an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung, moderner Patientenversorgung, Präzisionsmedizin der Zukunft und der technologischen Weiterentwicklung durch Industriepartner. Das vielseitige, interdisziplinäre Umfeld in Dresden wird die rasante Entwicklung des Fachgebietes weiter vorantreiben. Die Industrieausstellung, auf der nationale und internationale Hersteller den aktuellen Stand ihrer Entwicklungen präsentieren, ist dabei ein zentraler Bestandteil der Tagung.

Sämtliche Informationen zur NuklearMedizin 2017 stehen hier zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.


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