Freitag, 22. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

25. Oktober 2018 STAMPEDE: Lokale Radiotherapie verbessert Überleben beim metastasierten PCA mit geringer Tumorlast

Bei Männern mit neu diagnostiziertem oligometastasierten Prostatakarzinom, d.h. geringer Tumorlast, kann eine Radiotherapie nach den Ergebnissen einer vorgeplanten Vergleichsstudie, die auf dem ESMO präsentiert wurde, das  Überleben bis zum Versagen der Therapie (Failure-free survival, FFS) verbessern (1).
Die STAMPEDE-Studie enthielt einen Phase-III-Vergleich (n=2.061 Patienten), randomisiert für  den „standard of care“, eine lebenslange Androgendeprivationstherapie (ADT) + frühes Docetaxel oder  ADT + Radiotherapie. Davon hatten 40% der Patienten eine geringe Tumorlast, 54% eine höhere, bei 6% war dies nicht bekannt.

Die Radiotherapie konnte das FFS verbessern (HR=0,68, 95%-KI: 0,68-0,84), nicht jedoch das Gesamtüberleben (OS).
Eine Subgruppenanalyse zeigte jedoch für die Gruppe der Patienten mit geringer Metastasenlast (n=819) ein verbessertes OS: HR=0,68; 95%-KI: 0,52-0,90 .

Limitationen der Studie sind, dass trotz der Größe der Studie nur 18% früh Docetaxel erhielten und kein frühes Abirateron bekamen, beides inzwischen Bestandteile der Standardtherapie bei fitten Patienten.

(übers. v. ab)


 

Quelle: ESMO 2018

Literatur:

(1) Chris Parker et al. Radiotherapy (RT) to the primary tumour for men with newly-diagnosed metastatic prostate cancer (PCA): survival results from STAMPEDE (NCT00268476), presented at ESMO 2018, Abstract LBA5_PR
(2) Boevé L et al. Journal of Urology 2018; 199: e231-e232
 


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Die Bauchspeicheldrüse, das unbekannte Organ

Die Bauchspeicheldrüse (griech.: Pankreas) ist eine der größten Drüsen des Menschen. Dennoch ist nur wenigen bekannt, wo sie sich befindet und welche Funktionen sie übernimmt. Die Bauchspeicheldrüse ist ein keilförmiges Organ, ungefähr so groß wie eine Hand: ein bis zwei Zentimeter dick und etwa 15 Zentimeter lang. Sie liegt mitten im Oberbauch hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule. Mit ihrem sich verjüngenden Ende – dem...

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
© Petry

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und andere Krebsarten verursachen. Wissenschaftler kooperieren jetzt in einer neuen Studie, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik Wolfsburg in Zusammenarbeit mit einer...

Rudern gegen Krebs

Rudern gegen Krebs
© Universitätsklinikum Ulm

Die dritte Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs auf der Donau unter der Schirmherrschaft des Ulmer Oberbürgermeisters Gunter Czisch startet am Sonntag, 26. Juni 2016. Initiator und Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und dem Ulmer Ruderclub Donau e. V.. Bereits am 21. April starten die Patientinnen und Patienten offiziell mit dem Vorbereitungstraining für die...

Primäre Studienendpunkte: Gesamtüberleben oder progressionsfreies Überleben - gibt es einen Goldstandard?

Anerkanntes Ziel einer Therapie von Krebspatienten ist die Verbesserung des Überlebens und der Lebensqualität. Historisch gesehen gilt die Gesamtüberlebenszeit (OS = overall survival) als der wichtigste primäre klinische Endpunkt einer Studie. Doch das Gesamtüberleben als primärer Studienendpunkt unterliegt nicht zuletzt aufgrund der Fortschritte, die in letzten Jahren in der Krebstherapie erzielt wurden, gewissen Einschränkungen. So können...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"STAMPEDE: Lokale Radiotherapie verbessert Überleben beim metastasierten PCA mit geringer Tumorlast"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.