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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Juni 2018

SGO-Kongress: Update zur PARP-Inhibition beim Ovarialkarzinom

Beim 41. Fachpresse-Workshop der POMME-med GmbH in München stellte PD Dr. Fabian Trillsch, München, neue Daten zur PARP-Inhibition beim Ovarialkarzinom vom SGO Annual Meeting on Women’s Cancer in New Orleans, USA, vor. Die beiden als Erhaltungstherapie für das rezidivierte Platin-sensible Ovarialkarzinom bereits zugelassenen PARP-Inhibitoren Niraparib und Olaparib sowie Rucaparib, für das die Zulassung in der EU in den nächsten Monaten erwartet wird, haben in Studien alle deutliche Wirksamkeit gezeigt und bieten einen Prognosevorteil, so Trillsch. Deshalb müssten jetzt Selektionskriterien festgelegt werden, wann welcher PARP-Inhibitor eingesetzt und wie dabei Nebenwirkungen und die Applikationsform gewichtet werden sollten.
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Eine retrospektive Analyse der Daten der ENGOT-OV16/NOVA/AGO-Ovar 2.22-Phase-III-Zulassungsstudie von Niraparib (Zejula®), die beim SGO von Studienleiter Manssor Mirza, Kopenhagen, vorgestellt wurde (1), beschäftigte sich mit der Einordnung und dem Management aufgetretener Nebenwirkungen. Neben den sehr eindrücklichen Effektivitätsdaten zeigten sich in der Zulassungsstudie auch hämatologische Nebenwirkungen wie Thrombozytopenie (Grad 3/4: 29%), Anämie (25%) und Neutropenie (20%), die in 40,3%, 18,5% bzw. 8,7% der Fälle zu Dosisreduktionen von 300 auf 200 oder 100 mg in den ersten Monaten führten. Die PFS-Prognose ab dem 4. Monat unterschied sich für Patientinnen, die nach dem 3. Monat 100 bzw. 200 mg Niraparib bekamen, nicht von der für Patientinnen, welche die Ausgangsdosis bekamen (300 vs. 200 mg: HR=1,01; 95%-KI: 0,69-1,48; 300 vs. 100 mg: HR=1,05; 95%-KI: 0,84-1,31). „Wenn eine Dosisreduktion erforderlich wurde, dann hatte dies keinen Einfluss auf die Effektivität“, sagte Trillsch. Allerdings betont er, dass diese Daten aus einer retrospektiven Analyse stammen und es sich nicht um eine Dosisfindungsstudie handelte, da alle Patientinnen mit 300 mg starteten. Als mögliche Risikofaktoren für eine frühe Dosisreduktion wurden ein geringes Körpergewicht (< 77 kg) und eine niedrige Thrombozytenausgangszahl (< 150.000/µl) identifiziert, sodass für solche Patientinnen eine Startdosis von 200 mg in Erwägung gezogen werden kann.

Neue Therapieansätze beinhalten u.a. die Kombination der PARP-Inhibition mit Immuntherapien, denn durch den PARP-Inhibitor kann möglicherweise eine genetische Veränderung hervorgerufen werden, welche die Mutationslast imitiert und somit die Immuntherapie wirksamer macht. Beim SGO wurden dazu erste Ergebnisse von 2 Studien vorgestellt. In der offenen, einarmigen Phase-II-Studie MEDIOLA (2) zeigte die Kombination des PARP-Inhibitors Olaparib mit dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab bei Patientinnen mit Platin-sensiblem rezidiviertem Ovarialkarzinom mit BRCA-Keimbahnmutation (n=34) eine gute Verträglichkeit. Die Krankheitskontrollrate (DCR) nach 12 Wochen betrug 81% (90%-KI: 66%-92%). Die vorläufige Effektivitätsanalyse zeigte eine hohe Gesamtansprechrate (ORR) von 72% (95%-KI: 53%-86%). In die Phase-I/II-Studie TOPACIO (3) zur Kombination von Niraparib mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab konnten Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom unabhängig vom BRCA-Mutationsstatus eingeschlossen werden (n=53). Anders als bei der Niraparib-Erhaltungstherapie trat bei der Kombinationstherapie mit 200 mg Niraparib eine Thrombozytopenie des Grades 3/4 deutlich seltener auf (9%). Die Analyse der Effektivitätsdaten ergab eine für dieses Patientenkollektiv gute Wirksamkeit (ORR: 25%, DCR: 68%). Das gute Ansprechen auf die Kombinationstherapie aus PD-1-Inhibitor und PARP-Inhibitor zeigte sich unabhängig vom HRD- und BRCA-Status der Frauen. Für eine Chemotherapie-freie Kombinationstherapie sei dies ein sehr vielversprechendes Ergebnis für eine schwer zu behandelnde Kohorte, meinte Trillsch. Die Wirkung der PARP-Inhibition und einer Immuntherapie scheine sich bei guter Verträglichkeit zu ergänzen. Die Effektivität dieser Chemotherapie-freien Alternative müsse nun in weiterführenden Untersuchungen bestätigt werden.

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Quelle: 41. Münchener Fachpresse-Workshop, 12.04.2018, München; Veranstalter: POMME-med GmbH, gemeinsame Sponsoren: AMGEN GmbH, RIEMSER Pharma GmbH, TESARO Bio Germany GmbH
Literatur:
(1) Mirza MR et al. Safety and dose modification for patients with low body weight receiving niraparib in the ENGOT-OV16/NOVA phase III trial. Präsentation 25.03.2018, SGO Annual Meerting on Women’s Cancer, New Orleans, USA
(2) Drew Y et al. An open-label, phase II basket study of olaparib and durvalumab (MEDIOLA): Results in germline BRCA-mutated (gBRCAm) platinum-sensitive relapsed (PSR) ovarian cancer (OC). Präsentation 26.03.2018, SGO Annual Meerting on Women’s Cancer, New Orleans, USA
(3) Konstantinopoulos PA et al. Topacio: Preliminary activity and safety in patients (pts) with platinum-resistant ovarian cancer (PROC) in a phase 1/2 study of niraparib in combination with pembrolizumab. Präsentation 26.03.2018, SGO Annual Meerting on Women’s Cancer, New Orleans, USA
 
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