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Medizin

12. September 2019 SCLC: Signifikanter Überlebensvorteil unter Durvalumab

Durvalumab (IMFINZI®) zeigt als erste Immuntherapie sowohl signifikanten Überlebensvorteil als auch verbessertes, dauerhaftes Ansprechen bei fortgeschrittenem kleinzelligen Lungenkrebs. Die Ergebnisse der Phase-III-Studie CASPIAN (NCT03043872) zeigen, dass Durvalumab in festgelegter Dosierung in Kombination mit Cisplatin- oder Carboplatin-basierter Standard-Chemotherapie das Gesamtüberleben (OS) bei Patienten mit nicht vorbehandeltem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) im Stadium Extensive Disease (ED) signifikant verbesserte (1).
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Verbessertes OS

Durvalumab erzielte in Kombination mit 4 Zyklen einer Standard-of-Care (SoC)-Chemotherapie (Etoposid kombiniert mit Cisplatin oder Carboplatin) gefolgt von einer Durvalumab-Monotherapie bis zur Progression oder Therapieabbruch eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des OS gegenüber SoC-Therapie, bestehend aus bis zu 6 Zyklen einer Chemotherapie und optionaler adjuvanter Schädelbestrahlung (1).
Das Sterberisiko war um 27% reduziert (HR: 0,73) bei einem medianen OS von 13,0 Monaten unter Durvalumab + Chemotherapie gegenüber 10,3 Monaten unter SoC-Therapie. Wie die Ergebnisse des Weiteren belegen, hielt dieser OS-Vorteil an: Etwa 33,9% der Patienten waren 18 Monate nach einer Behandlung mit Durvalumab + Chemotherapie am Leben, im Vergleich zu 24,7% der Patienten nach der SoC-Therapie (1).

Höhere Rate für PFS

Bei Patienten, die mit Durvalumab + Chemotherapie behandelt worden waren, wurden gegenüber der SoC-Therapie Vorteile über alle untersuchten Wirksamkeitsendpunkte hinweg beobachtet. Die Ergebnisse zeigten eine signifikant höhere Rate für das progressionsfreie Überleben (PFS) nach 12 Monaten (17,5% gegenüber 4,7%), einen Anstieg um 10,3% bei der objektiven Ansprechrate (ORR) (67,9% gegenüber 57,6%) und eine verlängerte Ansprechdauer (DoR) nach 12 Monaten (22,7% gegenüber 6,3%) (1).

Sicherheitsprofil wie erwartet

Die Sicherheit und Verträglichkeit von Durvalumab in Kombination mit SoC Etoposid und platinbasierter Chemotherapie entsprach den Ergebnissen aus früheren Studien. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass bei 61,5% der Patienten unter Durvalumab + SoC ein unerwünschtes Ereignis von Schweregrad 3 oder 4 (alle Ursachen) beobachtet wurde gegenüber 62,4% unter SoC, und dass der Anteil der Patienten, die die Behandlung wegen unerwünschter Ereignisse abbrachen, in den Armen vergleichbar war (9,4% gegenüber 9,4%) (1).

Zulassung

Gegenwärtig wird Durvalumab auch beim SCLC im Stadium III (Limited Disease) nach simultaner Radiochemotherapie in der Phase-III-Studie ADRIATIC4 untersucht.                                 
Durvalumab ist derzeit in 49 Ländern weltweit, einschließlich den USA und Japan, u.a. zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen, inoperablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) bei Erwachsenen nach einer Radiochemotherapie zugelassen. In der EU ist Durvalumab indiziert als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen, inoperablen NSCLC bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 in ≥ 1% der Tumorzellen exprimieren und deren Krankheit nach einer platinbasierten Radiochemotherapie nicht fortgeschritten ist (2). Diese Zulassung von Durvalumab basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie PACIFIC6.

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

(1) Paz-Ares L. Overall Survival with Durvalumab plus Etoposide-Platinum in First-Line Extensive-Stage SCLC: Results from the CASPIAN Study. Abstract PL02.11. Presidential Symposium WCLC 2019, September 9, 2019.
(2) Fachinformation IMFINZI®; Stand September 2018.
 


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