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Medizin

07. Juni 2018 SANDPIPER: Taselisib + Fulvestrant verlängert PFS bei ER+, HER2-, PIK3CA-mutiertem mBC

Taselisib, ein wirksamer, selektiver PI3K-Inhibitor, weist erhöhte Aktivität in PIK3CA-mutierten Brustkrebs (BC)-Zelllinien auf und zeigt bestätigtes partielles Ansprechen in PIK3CA-mutiertem BC als Monotherapie oder in Kombination mit Fulvestrant (FULV). In der doppelblinden, Placebo-kontrollierten, randomisierten Phase-III-Studie SANDPIPER (NCT02340221) wurde Taselisib + FULV bei Patienten mit Östrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, PIK3CA-mutiertem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs (mBC) untersucht.
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Postmenopausale Patientinnen mit Rezidiv oder Progress unter/nach Therapie mit einem Aromatase-Inhibitor wurden 2:1 randomisiert für Taselisib (4 mg oral, qd) + FULV (500 mg) oder Placebo + FULV. Stratifiziert wurde nach viszeraler Erkrankung, endokriner Sensitivität und geografischer Region. Patientinnen mit PIK3CA-mutierten Tumoren, die zentral mittels cobas® PIK3CA-Mutationstest bestimmt wurden, wurden separat von denen mit nicht mutierten Tumoren randomisiert. Primärer Studienendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit PIK3CA-mutierten Tumoren nach Einschätzung des Prüfarztes (INV-PFS). Sekundäre Endpunkte umfassten die objektive Ansprechbare (ORR), Gesamtüberleben (OS), die Rate des klinischen Nutzens (clinical benefit rate, CBR), Dauer des objektiven Ansprechens (DoR), PFS nach Einschätzung eines unabhängigen, bezüglich der Behandlung verblindeten, zentralen Komitees (blinded independent central review, BICR-PFS) und die Sicherheit. 
 
516 Patientinnen wurden in die ITT-Gruppe mit PIK3CA-Mutation randomisiert, davon 340 in den Verum-Arm. Taselisib + FULV verlängerte das mediane INV-PFS signifikant um 2 Monate (HR=0,70; p=0,0037). Die Verbesserung im PFS wurde durch das BICR-PFS bestätigt (HR=0,66). Die Daten zum OS sind noch unreif. Bei Patientinnen mit messbarer Erkrankung zu Behandlungsbeginn lag die ORR von Tasilisib + FULV (n=264) mit 28,0% signifikant höher als mit Placebo + FULV (n=134; 11,9%; p=0,002). Die CBR für die Kombination betrug 51,5%, mit FULV mono nur 37,3%. Patientinnen sprachen 8,7 Monate auf Taselisib + FULV an (n=74), die DoR für PBO + FULV betrug 7,2 Monate (n=16). 
 
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (AEs) ≥ Grad 3 bei Patientinnen im Taselisib + FULV-Arm, die bezüglich der Sicherheit auswertbar waren und ≥ 1 Behandlungsdosis erhalten hatten, waren Diarrhoe (12%), Hyperglykämie (10%), Kolitis (3%) und Stomatitis (2%). AEs führten bei Taselisib häufiger zu Therapieabbrüchen (17% vs. 2%) und Dosisreduktionen (37% vs. 2%) als mit Placebo.
 
Taselisib + FULV verlängerte das PFS im Vergleich zu Placebo + FULV bei Patientinnen mit ER-positivem, HER2-negativem, PIK3CA-mutiertem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten BC. Das Sicherheitsprofil stimmte weitgehend mit dem in früheren Studien überein.
 
übers. von um

Quelle: ASCO 2018

Literatur:

Baselga J et al. ASCO 03.06.2018, Abstract LBA1006


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