Sonntag, 17. November 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

01. Februar 2019 SABCS 2018: Trastuzumab-Biosimilar CT-P6 auch im Langzeitverlauf vergleichbar Wirksamkeit mit vergleichbarer kardialer Sicherheit

Beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2018 in San Antonio, USA, wurden 2-Jahres-Wirksamkeits- und -Sicherheitsdaten zum Trastuzumab-Biosimilar CT-P6 (Herzuma®) (1) vorgestellt, die dessen therapeutische Gleichwertigkeit zum Referenzprodukt in der neodadjuvanten Behandlung von Patientinnen mit frühem HER2+ Mammakarzinom auch im Langzeitverlauf belegen (2).
Anzeige:
Fachinformation
In einer doppelblinden randomisierten Phase-III-Studie mit 549 Frauen mit frühem HER2+ Mammakarzinom hatte das Trastuzumab-Biosimilar CT-P6 in der Neoadjuvanz eine vergleichbare Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) wie das Referenz-Trastuzumab (RTZ) gezeigt (3,4). Über die Zyklen 1-4 war das jeweilige Trastuzumab neoadjuvant zunächst in Kombination mit Docetaxel verabreicht worden, danach über die Zyklen 5-8 in Kombination mit 5-Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophosphamid. Nach der Operation hatten die Frauen eine adjuvante Trastuzumab-Monotherapie über 10 Zyklen (1 Jahr) erhalten. Anschließend begann die Nachbeobachtungsphase für bis zu 3 Jahre.

Auf dem SABCS 2018 wurden nun Ergebnisse zur Langzeit-Wirksamkeit und -Sicherheit nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 27,3 Monaten präsentiert. Als Parameter zur Beurteilung der Wirksamkeit dienten das krankheitsfreie Überleben (DFS) und das Gesamtüberleben (OS). Die Sicherheit im Langzeitverlauf wurde anhand der Kardiotoxizität beurteilt (2).

528 Patientinnen konnten nach Therapieende nachbeobachtet werden. Der Anteil an DFS- und OS-Ereignissen war in beiden Studienarmen vergleichbar; die jeweiligen Kaplan-Meier-Kurven verliefen nahezu deckungsgleich. Die 2-Jahres DFS-Rate lag bei 0,86 (CT-P6) bzw. 0,90 (RTZ) und die 2-Jahres OS-Rate bei 0,97 (CT-P6) bzw. 0,98 (RZT). Auch die kardiale Sicherheit der beiden Antikörper unterschied sich nicht klinisch relevant. Der durchschnittliche LVEF-Wert blieb unter dem Einfluss beider Antikörper während der Behandlung und während der Nachbeobachtungszeit über 55%. Bei den meisten Patientinnen lag der insgesamt schlechteste LVEF-Wert < 10 Punkte unter dem Ausgangswert. Ein signifikanter Rückgang der LVEF trat in beiden Therapiearmen vergleichbar selten auf (3,3% im CT-P6-Arm und 2,5% im RTZ-Arm). Bei allen betroffenen Frauen blieb der LVEF-Rückgang symptomlos. In der Nachbeobachtungszeit traten bei weniger als 2% aller Frauen noch kardiale unerwünschte Ereignisse auf (bei 1,1% der Patientinnen im CT-P6-Arm und bei 0,7% der Patientinnen im RTZ-Arm) (2)

Esteva und seine Koautoren zogen aus den präsentierten 2-Jahres-Wirksamkeits- und -Sicherheitsdaten den Schluss, dass die Wirksamkeit von CT-P10 und RTZ im Hinblick auf die Überlebensparameter DFS und OS vergleichbar ist. Die Sicherheitsprofile der beiden Antikörper seien ebenfalls konsistent und zeigten eine vergleichbare kardiale Sicherheit im Langzeitverlauf (2).

Quelle: Mundipharma

Literatur:

(1) Fachinformation Herzuma® 150 mg/420 mg, Stand Oktober 2018.
(2) Esteva FJ et al. SABCS 2018, Abstract P6-17-03.
(3) Stebbing J et al. Lancet Oncol 2017;18:917-928.
(4) Bezogen auf die Vergleichbarkeit bzgl. Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakologie zum Original-Trastuzumab, EPAR Assessment Report: Herzuma®, EMA/44005/2018. Abrufbar unter: https://www.ema.europa.eu/documents/assessment-report/herzuma-epar-public-assessment-report_en.pdf, aufgerufen am 20.01.2019.


Das könnte Sie auch interessieren

Wegweiser „Leben mit Krebs in Hessen“ hilft Betroffenen

Wegweiser „Leben mit Krebs in Hessen“ hilft Betroffenen
© Fotolia / fotomek

In Deutschland leiden aktuell 1,4 Millionen Menschen an Krebs und die Zahl der Neuerkrankungen steigt. In Hessen treten jährlich mehr als 35.000 neue Krebserkrankungen auf. Ermutigend ist, dass nach neuesten Studien die Rate der Langzeitüberlebenden ansteigt. Manche Krebsarten sind heute heilbar, andere können als chronische Erkrankung eingestuft werden. Auch die Chancen, mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung länger zu leben, sind in den letzten Jahren spürbar...

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel verpflichtet, sondern möchte durch Initiativen...

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst
© pressmaster / Fotolia.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krebs. Bei Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren und Frauen ist die Angst besonders groß. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Das Engagement für die eigene Gesundheit wächst. Immer mehr Menschen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen und halten sich mit Sport und gesunder Ernährung fit.

Vom Telemedizin-Netzwerk bis zur Ersthelfer-App: Medizintrends mit Zukunft

Die Deutschen werden immer älter. Chronische Leiden wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen künftig das Gesundheitssystem auf die Probe. Medizinforscher und Gesundheitsexperten aller Branchen arbeiten längst unter Hochdruck an neuen Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. In die Karten spielen ihnen dabei die Digitalisierung und der Trend zur Vernetzung im Gesundheitswesen. Das zeigt auch der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"SABCS 2018: Trastuzumab-Biosimilar CT-P6 auch im Langzeitverlauf vergleichbar Wirksamkeit mit vergleichbarer kardialer Sicherheit"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO 2019
  • PD-L1-positives NSCLC: Pembrolizumab-Monotherapie bei Patienten mit und ohne Hirnmetastasen vergleichbar wirksam
  • Tumormutationslast etabliert sich als prädiktiver Marker für das Ansprechen auf Pembrolizumab bei soliden Tumoren
  • Hohes und langanhaltendes Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei unterschiedlichen MSI-H-Tumoren
  • Checkpoint-Inhibition in der adjuvanten und metastasierten Situation hat für Patienten mit Melanom das Überleben neu definiert
  • Magenkarzinom/Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs: Patienten mit MSI-high-Tumoren profitieren besonders von Checkpoint-Inhibition
  • Pembrolizumab + Chemotherapie beim Plattenepithelkarzinom-NSCLC: Überlegenes OS, PFS, ORR und PFS2 gegenüber alleiniger Chemotherapie
  • Frühes TNBC: signifikant verbesserte pCR-Rate durch neoadjuvante Therapie mit Pembrolizumab + Chemotherapie
  • HNSCC: Pembrolizumab-Monotherapie und kombiniert mit Platin-basierter Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • PD-L1-positives Magenkarzinom und AEG: Vergleichbare Lebensqualität unter Pembrolizumab-Monotherapie und Chemotherapie
  • Pembrolizumab-Monotherapie beim vorbehandelten mTNBC: Klarer Trend zu verbessertem Überleben mit zunehmender PD-L1-Expression