Donnerstag, 9. Juli 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

28. Juni 2020 Real-world-Daten zeigen verbesserte Lebensqualität von Krebs-Patienten durch eine Antiemese mit NEPA

In einer kürzlich in Future Oncology veröffentlichten Publikation wurden die Ergebnisse einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie vorgestellt, denen zufolge eine Antiemese mit Netupitant-Palonosetron (NEPA) in einem Real-world-Setting die Lebensqualität eines heterogenen Kollektivs von Krebs-Patienten unter Chemotherapie mit hohem oder moderatem emetogenen Potenzial verbessert (1). Auch die gute Wirksamkeit und Sicherheit der oralen Fixkombination konnte weiter bestätigt werden.
Anzeige:
Fachinformation
Im Rahmen der Studie erhielten erwachsene Patienten, die eine hoch oder moderat emetogene Chemotherapie (HEC bzw. MEC) erhielten, über 3 Zyklen eine antiemetische Prophylaxe mit NEPA. Von insgesamt 2.429 eingeschlossenen Patienten konnten 2.173 ausgewertet werden. Das mediane Alter der Patienten lag bei 58 Jahren (Bereich 25-89 Jahre), die Mehrheit war weiblich (85%) und die am häufigsten vorliegende Tumorentität war Brustkrebs mit 66%. 25% der Patienten hatten zum Eintritt in die Studie eine Metastasierung und 21% befanden sich in einer palliativen Situation. Als häufigste HEC wurden Anthrazyklin/Cyclophosphamid-basierte Regime eingesetzt und als häufigste MEC kamen Carboplatin-basierte Schemata zum Einsatz.

Positive Ergebnisse zur Lebensqualität

„Kein Einfluss auf das tägliche Leben (NIDL)” aufgrund von Erbrechen während des ersten Zyklus wurde von 84% der Patienten in der HEC-Gruppe und von 82% in der MEC-Gruppe berichtet. Diese Beobachtungen waren konsistent mit denen in den Zyklen 2 und 3. Die Rate von NIDL aufgrund von Übelkeit stieg von 54% in Zyklus 1 auf 58% in Zyklus 3 bei Patienten unter HEC und von 59% in Zyklus 1 auf 66% in Zyklus 3 bei Patienten in der MEC-Gruppe an. Wurden die Bereiche Übelkeit und Erbrechen zusammen betrachtet, ergaben sich folgende Raten für NIDL: konsistent über Zyklus 1 (64%) und Zyklen 2 und 3 (jeweils 66%) in der HEC-Gruppe, und ansteigend von 67% in Zyklus 1 auf 73% und 74% in den Zyklen 2 und 3 in der MEC-Gruppe.

Ergebnisse bekräftigen die gute Wirksamkeit von NEPA

Die Rate des kompletten Ansprechens (CR; definiert als keine Emese und kein Gebrauch von Notfallmedikation) betrug 89% in der akuten Phase (0-24 h), 87% in der verzögerten Phase (25-120 h) und 83% im gesamten Zeitraum (0-120 h) in Zyklus 1. Im gesamten Zeitraum wurde von 94% der Patienten „kein Erbrechen“ berichtet. Die Raten für „keine signifikante Übelkeit“ und „keine Übelkeit“ lagen bei 67% und 38%. Eine Notfallmedikation war in der akuten Phase bei 7,5%, in der verzögerten Phase bei 10% und insgesamt bei 13% notwendig. Die Ergebnisse für die beiden darauffolgenden Zyklen waren vergleichbar.

Fazit

Die vorliegenden Studienergebnisse belegen, dass sich eine Antiemese mit NEPA vorteilhaft auf die Lebensqualität von Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten auswirkt, wenn diese mit einer hoch oder moderat emetogenen Chemotherapie behandelt werden. Auch die bereits zuvor beobachtete gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von NEPA konnte anhand dieser Real-world-Daten weiter bestätigt werden.

SK

Quelle: Future Oncology

Literatur:

(1) Karthaus M, Oskay-Özcelik G, Wülfing P et al. Real-world evidence of NEPA, netupitant-palonosetron, in chemotherapy-induced nausea and vomiting prevention: effects on quality of life. Future Oncol 2020; 16(14):939-953.


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Krebstherapie gestern, heute, morgen: Entwicklungen in der Onkologie

Krebs gilt heute als Volkskrankheit: Bei Frauen stieg die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen seit 1980 um 35 Prozent, bei Männern sogar um 80 Prozent an. Dass die krebsbedingte Sterberate dennoch im gleichen Zeitraum zurückging, ist u. a. Verdienst der modernen Forschung: In allen Bereichen der Krebsmedizin – von der Grundlagenforschung bis hin zur strukturierten Nachsorge der Patienten – haben sich enorme Erfolge eingestellt. Dies war jedoch ein weiter...

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“

Große Jubiläumsaktion „Ich zieh‘ den Hut“
© Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

„Hut ab“ oder „Chapeau“ - das sagen Menschen, um Wertschätzung und Anerkennung vor der Leistung Anderer auszudrücken. Am 25. Juni 2016 bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums an 40 Orten in Deutschland Mitbürgern die Möglichkeit, durch die Geste des „Hutziehens“ ein Zeichen der Solidarität mit an Krebs erkrankten Menschen zu setzen und das Engagement der ehrenamtlich...

Armutsfalle Krebs: Sozialberatung muss verbessert werden

Armutsfalle Krebs: Sozialberatung muss verbessert werden
© WavebreakmediaMicro / Fotolia.com

Am 8. März ist Weltfrauentag. Seit mehr als 100 Jahren prangern Frauen in aller Welt an diesem Tag Missstände an und streiten für ihre Rechte. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs, kurz FSH, und die Stiftung Deutsche Krebshilfe verleihen an diesem Tag den Frauen, die an Krebs erkrankt sind, eine Stimme. Denn immer noch gibt es in der Versorgung der Betroffenen Defizite. So wird eine Tumorerkrankung nach wie vor häufig zur Armutsfalle.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Real-world-Daten zeigen verbesserte Lebensqualität von Krebs-Patienten durch eine Antiemese mit NEPA"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA25 virtuell
  • Sichelzellerkrankung: Verbesserung der Lebensqualität ist wichtigstes Therapieziel aus Sicht der Patienten – neue Behandlungsoptionen erwünscht
  • PV: Ruxolitinib senkt Hämatokrit und erhöht Phlebotomie-Unabhängigkeit im Real-world-Setting
  • Neuer BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei bisher unzureichend therapierten CML-Patienten in Phase-I-Studie wirksam
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin in Kombination mit Chemotherapie für jüngere und ältere Patienten vergleichbar sicher
  • Real-world-Daten zeigen: Eltrombopag auch bei sekundärer ITP wirksam
  • CML: Hohe Rate an tiefem molekularen Ansprechen nach 24-monatiger Therapie mit Nilotinib in der Zweitlinie
  • Systemische Mastozytose: neuer Prädiktor für das OS entdeckt
  • MF: Real-world-Daten bestätigen relevante Reduktion des Mortalitätsrisikos unter dem Einfluss von Ruxolitinib
  • CML: Initialer Abfall an BRC-ABL1-Transkripten sagt Wahrscheinlichkeit für späteres Erreichen einer TFR voraus
  • Management der ITP: Lebensqualität der Patienten im Fokus

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden