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25. Juni 2018

Quizartinib verlängert im Vergleich zu Chemotherapie das OS bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer AML mit FLT3-ITD Mutationen

Im Rahmen des Plenarprogramms des 23. Kongresses der European Hematology Association (EHA) in Stockholm, Schweden, wurden positive Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie QuANTUM-R als Late-Breaking-Vortrag vorgestellt.
 
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Die Ergebnisse der QuANTUM-R-Studie zeigten bei Patienten mit einer rezidivierten/refraktären Akuten Myeloischen Leukämie (AML) mit FLT3-ITD Mutationen, die mit dem Einzelwirkstoff Quizartinib behandelt wurden, gegenüber Patienten mit Salvage-Chemotherapie ein um 24% verringertes Sterberisiko (Hazard Ratio (HR) = 0,76, p = 0,0177, 95%-KI 0,58-0,98). Das mediane Gesamtüberleben lag bei 6,2 Monaten (zweiseitig 95%-KI 5,3-7,2) für Patienten, die mit Quizartinib behandelt wurden, und bei 4,7 Monaten (zweiseitig 95%-KI 4,0-5,5) für Patienten unter Salvage-Chemotherapie. Die geschätzte Überlebenswahrscheinlichkeit nach dem ersten Jahr lag bei 27% für Quizartinib-Patienten und bei 20% für Patienten, die eine Salvage-Chemotherapie erhielten. „Die FLT3-ITD mutierte AML steht für eine Entität mit hohem ungedecktem Bedarf, weil Patienten mit dieser aggressiven Form der Erkrankung eine insgesamt ungünstige Prognose haben; wie die niedrigen Responderraten auf derzeit verfügbare Therapien, das hohe Rezidivrisiko und ein kürzeres Gesamtüberleben im Vergleich zu Patienten ohne diese Mutation zeigen“, erklärte Dr. med. Jorge E. Cortes, stellvertretender Vorsitzender der Abteilung für Leukämie an der Division of Cancer Medicine der Universität von Texas, MD Anderson Cancer Center. „Bei der rezidivierten/refraktären AML mit FLT3-ITD Mutationen bilden diese Ergebnisse die ersten veröffentlichten klinischen Daten, die belegen, dass ein Einzelwirkstoff das Gesamtüberleben signifikant verbessern kann und darauf hindeuten, dass diese Patienten mit Quizartinib möglicherweise länger leben könnten. Überdies erhielt in der Studie ein höherer Anteil der Patienten im Quizartinib-Arm eine Stammzelltherapie als im Chemotherapie-Arm.“ Die sekundären und wichtigsten exploratorischen Analysen, die auch die kombinierte komplette Remission (CRc) enthalten, stimmen mit der primären Analyse überein und bestätigen diese. „Die Ergebnisse dieser Studie stimmen mit denen aus früheren Phase-II-Studien mit Quizartinib überein und belegen den Wert einer zielgerichteten Therapie der FLT3-ITD Treibermutation. Diese Daten, auf deren Grundlage die Zulassungsanträge an die Gesundheitsbehörden erfolgen werden, sind ermutigend. Im Falle seiner Zulassung bietet Quizartinib das Potenzial, die Behandlung von Patienten mit rezidivierter/refraktärer AML mit FLT3-ITD Mutationen neu zu definieren“, so Dr. med. M.Sc. Antoine Yver, Executive Vice President and Global Head, Oncology Research and Development, Daiichi Sankyo. „Diese Ergebnisse bauen unser Wissen über diese schwer therapierbare Form der AML weiter auf, während wir weiterhin die potenzielle Rolle von Quizartinib in Kombination mit Chemotherapie und anderen neuartigen Wirkmechanismen untersuchen werden, um die Behandlung von Patienten mit rezidivierter/refraktärer und neu diagnostizierter AML mit FLT3-ITD Mutationen weiter zu verbessern.“

Das Sicherheitsprofil, das in QuANTUM-R beobachtet wurde, scheint mit dem Profil übereinzustimmen, das mit ähnlichen Dosierungen im klinischen Entwicklungsprogramm von
Quizartinib beobachtet wurde. Die mediane Behandlungsdauer mit Quizartinib lag bei 4 Zyklen von jeweils 28 Tagen (97 Tage; Spannbreite: 1-1.182 Tage) versus 1 Zyklus (Spannbreite: 1-2) in der Salvage-Chemotherapie-Gruppe. Die mediane relative Dosisintensität für Quizartinib betrug 89%. Die Inzidenz therapiebedingter unerwünschter Ereignisse war vergleichbar zwischen den Patienten, die den Einzelwirkstoff Quizartinib erhielten (n = 241) und den mit Salvage-Chemotherapie behandelten Patienten (n = 94). Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (>30%, jeder Schweregrad) waren bei den mit Quizartinib bzw. Chemotherapie behandelten Patienten unter anderem: Übelkeit (48 vs. 42%), Thrombozytopenie (39 vs. 32%), Müdigkeit (39 vs. 29%), muskuloskelettale Schmerzen (37 vs. 29%), Fieber (38 vs. 45%), Anämie (37 vs. 32%), Neutropenie (34 vs. 26%), febrile Neutropenie (34 vs. 28%), Erbrechen (33 vs. 21%), und Hypokaliämie (32 vs. 28%). Die häufigsten unerwünschten Ereignisse ≥ Grad 3 (>10% der Patienten) waren Thrombozytopenie (35 vs. 34%), Anämie (30 vs. 29%), Neutropenie (32 vs. 25%), febrile Neutropenie (31 vs. 21%), Leukopenie (17 vs. 16%), Sepsis/septischer Schock (16 vs. 18%), Hypokaliämie (12 vs. 9%) und Pneumonie (12 vs. 9%). Eine QTcF >500 ms zeigte sich bei 8 Patienten (3,3%), und 2 von 241 Patienten setzten Quizartinib wegen der QTcF-Verlängerung ab. Ereignisse mit einer Grad 4 QTcF-Verlängerung (Torsade-de-Pointes, plötzlicher Herztod oder Herzstillstand) im Quizartinib-Arm wurden nicht gemeldet.
Quelle: Daiichi Sankyo
 
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