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Medizin

16. Mai 2018
Seite 2/2

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Fachinformation


„Hier muss definitiv ein Umdenken von Seiten der Gesundheitspolitik stattfinden“, betonte auch Prof. Dr. Peter Albers, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Künftig sollten zertifizierte Krebszentren – und dies wird auch im Prognos-Gutachten vorgeschlagen – einen gesonderten Zentrums- oder auch Netzwerkzuschlag geltend machen können, der die Kosten für alle erbrachten Mehrleistungen abdeckt.“ Dazu müssten die Mehrleistungen in ihrer Gesamtheit als „Leistungskomplex“ begriffen werden, der das Fundament für das hohe Niveau der Patientenversorgung in den Zentren darstellt und in die Regelversorgung überführt wird.

Nettekoven erläutert, dass die Deutsche Krebshilfe keineswegs beabsichtigt, sich aus dem Evaluationsverfahren und der anteiligen finanziellen Förderung Onkologischer Spitzenzentren zurückzuziehen. „Dafür sind uns die geschaffenen Strukturen zu wichtig. Nach den jahrelangen strukturellen und finanziellen Vorleistungen durch uns und die Deutsche Krebsgesellschaft bedarf es jetzt aber auch einer adäquaten Finanzierung durch die Kostenträger.“

Die Deutsche Krebshilfe erwägt zurzeit, die Zahl der geförderten Onkologischen Spitzenzentren von derzeit dreizehn auf fünfzehn Standorte zu erhöhen, um dem Bedarf auch in der Fläche gerecht zu werden.

Hintergrundinformation: 3-Stufen-Modell der onkologischen Versorgung

Die Deutsche Krebshilfe sieht die Onkologischen Spitzenzentren als grundlegenden Teil eines umfassenden, dreistufigen Programms, das sie vor etwa zehn Jahren gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation, der Deutschen Krebsgesellschaft, auf den Weg gebracht haben. Dieses Programm sollte eine Neuorientierung in der Krebsmedizin einleiten. In den Spitzenzentren werden zum einen Krebspatienten auf höchstem medizinischen Niveau und nach aktuellem Stand der Wissenschaft versorgt. Die Comprehensive Cancer Center haben aber auch die Aufgabe, zur Entwicklung innovativer Krebstherapien beizutragen sowie Standards für die Versorgungsabläufe zu erarbeiten. Die in den Spitzenzentren erarbeiteten Fortschritte und Standards in allen Aspekten der Prävention, Früherkennung, Versorgung und der translationalen Forschung werden letztendlich allen onkologischen Versorgungseinrichtungen zugänglich gemacht. Auf der zweiten Ebene – den von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Klinischen Onkologischen Zentren – werden die abgestimmten Standards zum Wohle der Patienten umgesetzt, wobei hier nicht – wie bei den universitären Zentren – die Forschung mit im Vordergrund steht. Die dritte Ebene – die ebenfalls von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Organkrebszentren, die auf die Versorgung einer bestimmten Tumorentität spezialisiert sind –, rundet das 3-Stufen-Konzept ab. Letztlich sollen diese Strukturen dazu führen, dass Krebspatienten in Deutschland flächendeckend nach einheitlichen, hohen Qualitätsstandards behandelt und versorgt werden.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

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