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Medizin

13. August 2018 Prävention der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie: Gesunde Teilnehmer gesucht

Die Chemotherapie als wichtige Säule der Krebsbehandlung führt häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen. Eine davon ist die Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN), eine Sensibilitätsstörung der Hände und Füße. Sie wirkt sich massiv auf die Aktivität im Alltag aus und vermindert damit die Lebensqualität der Betroffenen.
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Fachinformation
Bisherige Studien zeigen, dass körperliches Training bestehende Symptome lindern kann. Nun soll in einer neuen Studie untersucht werden, ob Bewegung auch zur Prävention geeignet ist. Für eine bessere Interpretation der Ergebnisse mit Patienten unter Chemotherapie suchen die Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg noch gesunde Teilnehmer.

Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe.

Ursache der CIPN ist eine durch die Chemotherapie herbeigeführte Nervenschädigung, die für Sensibilitätsstörungen in Händen und Füßen verantwortlich ist. Dabei reichen die Symptome teilweise bis hin zu Stand- und Gangunsicherheiten, was die Alltagsaktivitäten der Krebspatienten massiv einschränkt und in ihrer Lebensqualität beschneidet. Bisherige Studien zeigen, dass bereits auftretende Symptome durch gezielte Bewegungsübungen verringert werden können. Darüber hinaus wurde der präventive Effekt von Bewegung auf die Entstehung der diabetischen Polyneuropathie nachgewiesen. Diese Ergebnisse sollen nun auch auf den onkologischen Bereich übertragen werden. Dazu untersuchen Ärzte und Sportwissenschaftler mit der sog. PIC-Studie (Prävention Chemotherapie-bedingter Polyneuropathie durch körperliches Training) die Wirksamkeit körperlicher Aktivität gegen CIPN und die Auswirkungen des Trainings auf die Gleichgewichtsfähigkeit des Patienten. „Wir hoffen, das Auftreten Chemotherapie-induzierter Polyneuropathie zukünftig durch körperliche Aktivität zu verringern. Idealerweise sorgt gezielte Bewegung ebenso für eine höhere Lebensqualität des Patienten und eine Verbesserung des Krankheitsverlaufs“, erklärt Studienleiter Joachim Wiskemann.
 
© NCT Heidelberg/Philip Benjamin
© NCT Heidelberg/Philip Benjamin


Teilnahmebedingungen
Es werden gesunde Männer und Frauen zwischen 33 und 76 Jahren gesucht, die bereit sind, an einer einfachen Gleichgewichtsuntersuchung am NCT Heidelberg teilzunehmen. Hierzu ist es nicht notwendig, sportlich aktiv zu sein. Der zeitliche Aufwand beträgt 15-20 Minuten, wobei kein Umkleiden nötig ist. Die nächste Erhebungsphase ist vom 3. bis zum 14. September 2018 angesetzt. Unter allen Teilnehmern werden nach Abschluss der Studie zwei Kinogutscheine verlost.

Anmeldung zur Studie
Bei Interesse kontaktieren Sie die Koordinatorin der Studie unter Angabe von Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und wenn möglich Telefonnummer per Mail (jana.mueller@nct-heidelberg.de), telefonisch (06221/56-35149) oder persönlich.

Weitere Informationen
www.nct-heidelberg.de/pic

Quelle: Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg


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