Mittwoch, 19. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

20. Dezember 2017 Positive Ergebnisse zum Langzeitüberleben von durch 70-Gen Brustkrebstest vorausgewählten Patientinnen

Auf dem diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden Ergebnisse von 3 Studien vorgestellt, die zeigen, welch wichtige Rolle der MammaPrint® 70-Gen Brustkrebstest bei der Vorauswahl von Patientinnen für die I-SPY-2-Studie spielt. Einerseits können durch diesen bedeutende Kosteneinsparungen auf internationaler Ebene erzielt werden und andererseits wird zu einer Erhöhung der zur Zeit vorliegenden begrenzten Evidenz für jüngere Patientinnen mit Brustkrebs beigetragen.
 
Anzeige:
Pathologische  Komplettremission liefert Vorhersage über ereignisfreies und fernmetastasenfreies Überleben in der I-SPY-2-STUDIE (Vortragsreihe GS3-08) (1)

Die ersten Ergebnisse der I-SPY-2-Studie zum Langzeitüberleben der durch MammaPrint® vorausgewählten Patientinnen wurden vorgestellt. Bei I-SPY-2 handelt es sich um eine neoadjuvante klinische Phase-II-Studie, die entwickelt wurde, um den mit der Sammlung von Daten zur Medikamentenwirksamkeit einhergehenden Zeitaufwand zu verringern. Die Ergebnisse der Studie stützen die Festlegung einer pathologischen Komplettremission (pCR) als primären Endpunkt für eine beschleunigte Zulassung neuer Präparate.

Das Erreichen von pCR war ein überzeugender Surrogat-Endpunkt für ein verbessertes ereignisfreies Überleben (EFS) und fernmetastasenfreies Überleben (DDFS) in allen 11 Behandlungsarmen, unabhängig vom molekularen Subtyp. Patientinnen, die pCR erreichten, erzielten ein 3-Jahres-EFS und -DDFS von jeweils 94% und 95%. Basierend auf diesen Ergebnissen wird im Rahmen der I-SPY-2-STUDIE nun getestet, ob die Therapie bei einzelnen Patientinnen deeskaliert oder eskaliert werden sollte mit dem Ziel, dass alle pCR erreichen.

MammaPrint® ist im Vergleich zur klinischen Risikobewertung bei Brustkrebs im Frühstadium kosteneffizienter (Poster P4-12-01) (2)

Im Rahmen einer Studie zur Bewertung von aus der MINDACT-Studie stammenden prospektiven Überlebensdaten und US-Daten zum Versicherungsanspruch wurde nachgewiesen, dass die Aufnahme von MammaPrint® zur klinischen Risikobewertung im Vergleich zur klinischen Risikobewertung allein kosteneffizient ist. In Fällen, bei denen die Kosten einer Chemotherapie (und der Folgen) höher als 30.000 $ ausfielen, hat sich MammaPrint® für die gesamte Population mit Brustkrebs im Frühstadium als die kosteneffizientere Variante herausgestellt. Fielen die Kosten niedriger als 30.000 $ aus, ist MammaPrint® für Patientinnen mit hohem klinischen Risiko kosteneffizienter.

In den USA, in denen es ungefähr 250.000 neue Brustkrebspatientinnen pro Jahr gibt und Kosten in Höhe von 3.342 $ pro Patientin eingespart werden, wurde mit jährlichen Haushaltseinsparungen in Höhe von 836 Millionen $ gerechnet. Mit dem Nachweis von Evidenzgrad 1A im Rahmen der MINDACT-Studie wurde der klinische Nutzen von MammaPrint® belegt. Jedoch sind auch Daten zur Kosteneffizienz wie die oben genannten wichtig, um über Möglichkeiten der Erstattung zu informieren.

Junges Alter und Rezidivrisiko entsprechend der Bewertung mithilfe der 70-Gen-Signatur – eine Analyse aus der EORTC 10041/BIG 03-04 MINDACT-Studie (Poster P1-07-08) (3)

Zusätzliche Daten aus der MINDACT-Studie zeigten, dass nicht bei allen jungen Frauen mit Brustkrebs ein hohes Rezidivrisiko besteht. Anhand von MammaPrint® wurde bei 48% der 1.100 Patientinnen genomisch ein hohes Risiko identifiziert. Demgegenüber wurden 61% der Patientinnen, bei denen nur eine klinische Risikobewertung allein durchgeführt wurde, als Hochrisikopatienten identifiziert. Das Ergebnis für Frauen mit einem MammaPrint® „low risk“-Ergebnis innerhalb der drei Alterskategorien „bis zu 45“, „45–55“ und „55 oder älter“ bestand in einem fernmetastasenfreien 5-Jahres-Überleben (DMFS) von 95-98%. Diese klinisch relevanten Ergebnisse erweitern die momentan begrenzte Evidenz zur genomischen Expression bei jungen Brustkrebspatientinnen im Frühstadium um wichtige zusätzliche Daten.

Quelle: Agendia

Literatur:

(1) Pathologische Komplettremission dient als Vorhersage für ereignisfreies und fernmetastasenfreies Überleben in der I-SPY-2-STUDIE. Vortrag auf SABCS. Dezember 2017; San Antontio, Texas.
(2) MammaPrint® ist im Vergleich zu klinischer Risikobewertung bei Brustkrebs im Frühstadium kosteneffizienter. Auf SABCS vorgestelltes Poster. Dezember 2017; San Antontio, Texas.
(3) Junges Alter und Rezidivrisiko entsprechend der Bewertung mithilfe der 70-Gen-Signatur – eine Analyse aus der Studie EORTC 10041/BIG 03-04 MINDACT. Auf SABCS vorgestelltes Poster. Dezember 2017; San Antontio, Texas.


Das könnte Sie auch interessieren

Heller Hautkrebs: Signalweg entschlüsselt

Beim Hautkrebs gibt es verschiedene Krankheitsformen: Mit Abstand am häufigsten ist dabei das so genannte Basalzellkarzinom, eine Form von hellem Hautkrebs, bei der sich der Tumor von seinem Entstehungsort in der Haut langsam aber stetig ausbreitet. Zwar bildet das Basalzellkarzinom im Allgemeinen keine Tochtergeschwülste (Metastasen), der Tumor sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, da er ansonsten das umgebende Gewebe zerstören und sogar Muskeln...

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?
© Darren Baker / Fotolia.com

Eine seltene Krebsart bringt nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte an ihre Grenzen. Dabei sind seltene Krebsarten gar nicht so selten wie die Bezeichnung vermuten lässt. Rund 100.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer solchen Krebserkrankung. Im aktuellen Monatsthema stellt das ONKO-Internetportal die wichtigsten seltenen Krebsarten, die damit verbundenen Herausforderungen bei der Therapie sowie Initiativen für betroffene Patienten vor.

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel verpflichtet, sondern möchte durch Initiativen...

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten
© Frantab / fotolia.com

„Danke für den gemeinsamen Spirit. Möge er uns weiter beflügeln“, so ein Feedback zum ersten Sommertreffen junger Krebspatienten in Deutschland. Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik kamen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das erste Mal in Lauterbach (Hessen) zu einem gemeinsamen Kennenlernen und Austausch zusammen. Die etwa 50 Teilnehmer engagieren sich in den TREFFPUNKTEN der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die Stiftung hatte...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

" Positive Ergebnisse zum Langzeitüberleben von durch 70-Gen Brustkrebstest vorausgewählten Patientinnen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren