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Medizin

26. April 2017 CLL: Phase-II-Studie zeigt selektiven Effekt der Checkpoint-Blockade bei Richter-Transformation

Eine seltene Komplikation bei der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) stellt die Richter-Transformation dar, in der sich die indolente Erkrankung in 2-10% der Fälle zu einem aggressiveren Typus wandelt, meist zu einem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL). Die Transformation tritt vor allem auf, wenn Patienten unter Ibrutinib schnell einen Progress erleiden. Die Phase-II-Studie MC1485* hat die Effektivität einer Checkpoint-Blockade mit Pembrolizumab bei Patienten mit rezidivierter und transformierter CLL evaluiert.
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Von den 25 Patienten (16 rezidiviert, 9 mit zu einem DLBCL transformierter CLL) in der Studie hatten 60% vorher Ibrutinib erhalten.
44% der Patienten mit Richter-Transformation (RT) sprachen auf Pembrolizumab an – und zwar diejenigen mit Ibrutinib-Vortherapie – vs. 0% der rezidivierten CLL-Patienten.

In der RT-Kohorte betrug das mediane Überleben 10,7 Monate bzw. war nach 11 Monaten Follow-up bei denjenigen mit Ibrutinib-Vortherapie noch nicht erreicht.
Das Tumor-Microenvironment derjenigen Patienten mit einem Ansprechen zeigte auch eine gesteigerte PD-1-Expression.

Pembrolizumab hat in dieser Phase-II-Studie eine selektive Wirksamkeit bei Patienten mit Richter-Transformation gezeigt, die Ergebnisse müssen jedoch weiter validiert werden.
Die PD-1- und PD-L1-Expression im Tumor-Microenvironment könnten für RT-Patienten als Biomarker genutzt werden, ob sie für eine PD-1-Blockade in Frage kommen.
(übers. v. AB)

*https://clinicaltrials.gov/show/NCT02332980?link_type=CLINTRIALGOV&access_num=NCT02332980

Quelle: Blood 2017

Literatur:

Wei Ding, Betsy R LaPlant Timothy G Call et al.
Pembrolizumab in patients with chronic lymphocytic leukemia with Richter's transformation and relapsed CLL
Blood 2017, doi: https://doi.org/10.1182/blood-2017-02-765685
http://www.bloodjournal.org/content/early/2017/04/19/blood-2017-02-765685


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