Mittwoch, 24. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

20. Februar 2019 Pankreatische neuroendokrine Tumoren: Neuzulassung für Streptozocin-Präparat in Deutschland

Für ein Zytostatikum zur Behandlung von inoperablen, fortgeschrittenen oder metastasierten pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (G1 und G2) auf Basis des Wirkstoffs Streptozocin wurde die Zulassung für Deutschland erteilt. Es wird in Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU) in der entsprechenden S2k-Leitlinie der AWMF (1) für die Therapie dieser Tumorentypen empfohlen. Die Neuzulassung in Deutschland erleichtert den Bezug und den Einsatz in der ambulanten Therapie.
Anzeige:
Pankreatische neuroendokrine Tumoren gelten mit jährlich ein bis 2 Betroffenen unter 100.000 Menschen als Seltene Erkrankung und sind aufgrund der diffusen Symptomatik schwer festzustellen. Allerdings scheint die Fallzahl anzusteigen, was wahrscheinlich vor allem auf eine verbesserte und intensivere Diagnostik zurückzuführen ist.

Darreichungsform

Das Zytostatikum Zanosar® ist das einzige Streptozocin-Präparat auf dem hiesigen Markt. Das Präparat ist seit 1. November 2018 gelistet und wird ab dem 21. Februar 2019 über Riemser erhältlich sein. Es wird als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zur systemischen Behandlung angeboten und gilt im Vergleich mit anderen Chemotherapeutika als relativ gut verträglich. Das Präparat ist sowohl im klinischen als auch im ambulanten Setting einsetzbar, angepasst an die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten und dessen Allgemeinzustand.

Konstantin von Alvensleben, CEO von Riemser, sagte: „Wir erleichtern damit einer kleinen, aber wachsenden Patientengruppe – beziehungsweise ihren behandelnden Ärzten – den Zugang zu einem Wirkstoff, der sich als Behandlungsstandard für diese besondere Form der neuroendokrinen Tumoren etabliert hat. Dass dieser nun auch für die ambulante Therapie verfügbar ist, bedeutet für die Betroffenen eine wesentliche Steigerung des Komforts und der Lebensqualität.“

Quelle: Riemser

Literatur:

(1) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Selbsthilfe bei Lungenkrebs: Betroffene helfen Betroffenen

Krebspatienten fühlen sich oft überfordert – auch Patienten mit Lungenkrebs. Kaum ist die Diagnose gestellt, beginnen die ersten Therapien: Operationen oder viele Zyklen Chemotherapie fordern und verändern nicht nur den Körper, sondern auch das gesamte Leben mit einem Schlag. Die Psyche kommt so schnell kaum hinterher: Die meisten Betroffenen begreifen erst nach und nach, dass sich das Leben ab jetzt drastisch ändert und nie mehr so sein wird wie zuvor.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Pankreatische neuroendokrine Tumoren: Neuzulassung für Streptozocin-Präparat in Deutschland"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.