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Medizin

25. Januar 2019 Ösophaguskarzinom: Ösophagektomie vs. Radiochemotherapie im Stadium I

Eine Ösophagektomie stellt den Versorgungstandard von Patienten mit einem Ösophagus-Plattenepithelkarzinom im Stadium I dar. In einer Studie zeigte sich nun ein Trend auf Nichtunterlegenheit für eine Radiochemotherapie (RCT) als organerhaltende Alternative für diese Patienten.
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In die Studie wurden Patienten (n=379) mit einem thorakalen Ösophagus-Plattenepithelkarzinom im Stadium IA (T1bN0M0) im Alter von 20 bis 75 Jahren, mit Leistungsstatus 0 bis 1 und angemessener Organfunktion eingeschlossen. Sofern Patienten einer Randomisierung zustimmten, wurden sie den Gruppen Ösophagektomie (Arm A; n=4)) oder RCT (Arm B; n=7) zugewiesen. Äußerten die Patienten eine Therapiepräferenz wurden sie Präferenzgruppen Ösophagektomie (Arm C; n=209) oder CRT (Arm D; n=159) zugewiesen. Die RCT bestand aus Cisplatin und 5-FU bei gleichzeitiger Bestrahlung mit einer Dosis von 60 Gy. Als primärer Endpunkt wurde das Gesamtüberleben (OS) von Arm A und B und als sekundärer Endpunkt das OS von Arm C und D festgelegt.

Der primäre Endpunkt wurde aufgrund der geringen Anzahl der Patienten in beiden Therapiearmen nicht berechnet. Hinsichtlich des sekundären Endpunkts, betrug das OS nach 3 Jahren 94,7% und nach 5 Jahren 86,5% in Arm C und 93,1% und 85,5% in Arm D (HR=1,05; 95%-KI: 0,67 -1,64). Es erfolgten 2 behandlungsbedingte Todesfälle in Arm C und keiner in Arm D.

Zusammenfassend konnte in dieser Studie ein Trend gezeigt werden, dass die RCT einer Ösophagektomie nicht unterlegen ist. Die RCT kann demnach als organerhaltende Behandlungsoption für Patienten mit einem Ösophagus-Plattenepithelkarzinom im Stadium I betrachtet werden.

(übers. v. ma)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Kato K. et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 7)


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