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Medizin

05. April 2018 Ösophaguskarzinom: Amplifikation des ERBB2-Gens beeinflusst Überleben

Lange vor der Entfernung des ursprünglichen (primären) Tumors können sich Tumorzellen im Körper verbreiten. Dabei entwickeln sich die gestreuten Zellen genetisch häufig anders als die Zellen des Primärtumors. Krebstherapien, die auf Veränderungen des Primärtumors abzielen, sind daher oft nur begrenzt wirksam. Für das wichtige Onkogen ERBB2 hatten wir bereits zeigen können, dass dessen krankhafte Vervielfachung (Amplifikation) nur dann das Überleben der Patienten beeinflusst, wenn es in den gestreuten Tumorzellen vorliegt, nicht aber wenn es in Primärtumorzellen vorhanden ist. Gegen Zellen mit dieser Onkogenveränderung gibt es eine sehr wirksame Therapie, die aber beim frühen Ösophaguskarzinom nicht zum Therapiestandard gehört.
Um Patienten zu identifizieren, die voraussichtlich gut auf eine solche Therapie ansprechen, haben wir eine Nachweismethode in den sehr seltenen, einzelnen gestreuten Tumorzellen etabliert. Mit den Daten von 112 Patienten und durch Vergleich von Normal- und Tumorzellen für eine Anzahl von Vergleichsgenen konnten wir die Effektivität unserer Methode belegen. In unserer Studie hatten 7% der Patienten eine ERBB2-Amplifikation, die gleichzeitig auch das größte Sterberisiko darstellte. Es ist nun zu erwarten, dass Patienten mit ERBB2-amplifizierten gestreuten Tumorzellen von einer spezifischen anti-ERBB2 Therapie profitieren können.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg

Literatur:

Hoffmann M, Pasch S, Schamberger T et.al
Diagnostic pathology of early systemic cancer: ERBB2 gene amplification in single disseminated cancer cells determines patient survival in operable esophageal cancer
International Journal of Cancer 2018, Vol. 142, Issue 4
https://doi.org/10.1002/ijc.31108
 


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