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Medizin

02. November 2018 Nivolumab + niedrig dosiertes Ipilimumab zeigen anhaltenden klinischen Nutzen bei unbehandelten Patienten mit mCRC mit MSI-H oder dMMR

Nivolumab (Opdivo®) in Kombination mit niedrig dosiertem Ipilimumab (Yervoy®) zeigte in neuen Daten einer Kohorte der Studie CheckMate-142 einen anhaltenden klinischen Nutzen als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) mit hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder mit einem Defekt der DNA-Mismatch-Reparatur (dMMR). Mit einem medianen Follow-up von 13,8 Monaten betrug der primäre Endpunkt der vom Prüfarzt bewerteten objektiven Ansprechrate (ORR) 60% (95%-KI: 44,3-74,3), bei einer Rate von 7% für das vollständige Ansprechen (CR). Das Ansprechen der Patienten auf die Kombinationstherapie war dauerhaft; zum Zeitpunkt des Daten-Cutoffs war die mediane Ansprechdauer (DoR) noch nicht erreicht worden, und bei 82% der Patienten dauerte das Ansprechen an. Bei denjenigen Patienten, die angesprochen haben, hielt das Ansprechen bei 74% länger als 6 Monate an.
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Die Patienten erhielten Nivolumab 3 mg/kg Körpergewicht (KG) alle 2 Wochen + Ipilimumab 1 mg/kg KG alle 6 Wochen bis zur Progression, zum Tod oder einer inakzeptablen Toxizität. Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse
(TRAE) von Grad 3 oder 4 traten bei sieben Patienten (16%) auf. TRAE jeden Schweregrads, die zum Abbruch der Behandlung führten, traten bei 3 Patienten auf (7%). Diese Daten wurden auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2018 vorgestellt (Abstract LBA18) und im offiziellen Presseprogramm des Kongresses hervorgehoben.

„Die Ergebnisse der Studie CheckMate-142 weisen auf einen anhaltenden Nutzen von Nivolumab + niedrig dosiertem Ipilimumab hin bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom, deren Tumoren Biomarker für hohe Mikrosatelliteninstabilität oder Defekt der DNA-Mismatch-Reparatur exprimieren. Darüber hinaus zeigen die Daten das Potenzial dieser Kombination als mögliche Erstlinientherapie für diese Patienten, die in der Regel schlechte Therapieergebnisse haben“, sagte Heinz-Josef Lenz, MD, Ehrenmitglied des American College of Physicians (FACP), Associate Director für Adult Oncology und stellvertretender Leiter des Gastrointestinal Cancers Program am Norris Comprehensive Cancer Center der University of Southern California.

Die Kombination zeigte nach 12 Wochen oder darüber hinaus eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 84% (95%-KI: 70,5-93,5). Nach einem Ein-Jahres-Follow-up betrug die Rate des medianen Gesamtüberlebens (OS) 83% (95%-KI: 67,6-91,7) und die Rate des progressionsfreien Überlebens (PFS) 77% (95%-KI: 62,0-87,2). Das mediane OS und das mediane PFS waren noch nicht erreicht worden.

„Nivolumab und niedrig dosiertes Ipilimumab wirken synergistisch, um Patienten, deren Tumoren MSI-H- oder MMR-Defekt-Biomarker exprimieren, einen zusätzlichen potentiellen Nutzen bieten zu können, indem sie die Anti-Tumor-Immunantwort durch unterschiedliche Mechanismen verstärken“, sagte Ian M. Waxman, MD, Development Lead, Gastrointestinal Cancers, Bristol-Myers Squibb. „Dies ist die erste und einzige immunonkologische Kombination, die einen klinischen Nutzen in dieser schwierig zu behandelnden Patientenpopulation andeutet. Damit wird unser Ansatz der Präzisionsmedizin weiter bestätigt.“

Quelle: Bristol-Myers Squibb


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