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Medizin

28. Januar 2019 Magenkarzinom/AEG: Hyponatriämie als Risikofaktor für eine Frühprogression unter Nivolumab

In der Phase-III-Studie ATTRACTION-2 zeigt Nivolumab eine überlegene Wirksamkeit bei Patienten mit refraktärem Magenkarzinom/Adenokarzinom des oesophagogastralen Übergangs (AEG) oder Patienten, die die Standardchemotherapie nicht vertragen. Trotzdem schreitet die Erkrankung bei ca. 50% der Patienten fort. In dieser Studie wurde Hyponatriämie als einer der Hauptfaktoren identifiziert, die nach der Gabe von Nivolumab zu einer frühen Progression führten.
Durch ein maschinelles Lernverfahren wurden anhand der ATTRACTION-2-Studie klinische Faktoren untersucht, die nach einer Nivolumab-Therapie zu einem frühen Fortschritt beitragen können.  In einer Einzelfaktorextraktion wurde Hyponatriämie als der am stärksten zur Frühprogression beitragende Faktor identifiziert. Von 330 Patienten im Nivolumab-Arm zeigten 59 Patienten zu Beginn eine Hyponatriämie. Zudem wurden eine hohe Zahl an Neutrophilen oder keine vorherige Behandlung mit Ramucirumab als Risikofaktoren für eine frühzeitige Progression identifiziert.

Diese explorative Analyse deutete darauf hin, dass ein schlechter Allgemeinzustand, repräsentiert durch Hyponatriämie und einen Performance-Score von 1 sowie Entzündungszustände (hohe Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio und/oder hohe Neutrophilenzahl) potenzielle Risikofaktoren für eine frühzeitige Progression unter Nivolumab darstellen könnten.

(übers. v. ma)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Kang YK. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 8)


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