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Medizin

11. Januar 2018
Seite 1/2
Sonderforschungsbereich zur Therapie von Leukämie- und Lymphompatienten in Regensburg

Seit diesem Monat nimmt ein neu eingerichteter Sonderforschungsbereich (SFB/Transregio 221) in Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) seine Arbeit auf. Im Fokus stehen dabei bislang ungelöste Herausforderungen bei der Therapie von Leukämie- und Lymphompatienten.
Für Patienten mit einer Leukämie- oder Lymphomerkrankung ist die Chemotherapie die wichtigste Behandlungsform. Allerdings bildet sich bei einem Teil der Patienten die Erkrankung trotz Chemotherapie nicht zurück oder sie tritt nach einem ersten Therapieerfolg erneut auf. In vielen Fällen ist dann die allogene Blutstammzelltransplantation die einzige Heilungsmöglichkeit. Bleiben die immunologischen Wirkungen des Spenderimmunsystems nicht auf die Bekämpfung der Leukämie- oder Lymphomerkrankung beschränkt, sondern richten sich gegen gesundes Körpergewebe des Patienten, resultiert dies in der Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (graft-versus-host-disease, GvHD). An dieser Herausforderungen der Transplantationsmedizin setzt nun der neue Sonderforschungsbereich an. In einem Forschungsverbund suchen Immunmediziner und Wissenschaftler von Universität Regensburg und UKR in Kooperation mit den Universitäten Erlangen und Würzburg und den dortigen Universitätsklinika gemeinsam Wege, die allogene Stammzelltransplantation zukünftig sicherer und erfolgreicher zu machen, indem Krankheitsrückfälle vermieden und Transplantationskomplikationen vermindert werden.

Das Forschungsprojekt ist in 2 Teilbereiche gegliedert. Im “Projektbereich A" sollen neue immunologische Interventionsmöglichkeiten entwickelt werden, um den GvL-Effekt gezielt zu verstärken. Untersucht werden beispielsweise die genetische Manipulation von Lymphozyten, die Anwendung neuer Antikörper und die Immunstimulation über metabolisch wirksame Substanzen. Im "Projektbereich B" wird hingegen nach Wegen gesucht, die GvHD selektiv abzuschwächen, unter anderem durch die Modulation immunologischer Signalwege, Mikrobiom-Veränderungen oder Immunzell-Effekte.

Nach einem strengen, zweijährigen Auswahlverfahren wurde das Forschungsprojekt Ende November 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) positiv bewertet und als Sonderforschungsbereich (SFB/Transregio 221) genehmigt. Hierdurch werden über einen Zeitraum von 4 Jahren, beginnend im Januar 2018, insgesamt 14 Millionen Euro Forschungsmittel zur Verfügung gestellt, wobei Regensburg die Funktion der koordinierenden Sprecheruniversität übernimmt. „Ich freue mich sehr über die Bewilligung des neuen Sonderforschungsbereichs in der Medizin. Sie zeigt einmal mehr die enorme Forschungsstärke der Lebenswissenschaften an der Universität Regensburg“, erklärt Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg.
 
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