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Medizin

28. September 2019 NSCLC: Somatische Mutationen und DNA-Methylierungsprofile von primären Lungenläsionen und Hirnmetastasen unterscheiden sich

Hirnmetastasen mit schlechter Prognose sind häufige und tödliche Komplikationen bei nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC). Um neue Erkenntnisse über ihre genomischen und epigenomischen Landschaften zu gewinnen, wurden Proben von therapienaiven Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit primären Lungenläsionen und Hirnmetastasen für somatisches Mutations-Profiling und DNA-Methylierungsanalysen verwendet. Dabei wurde in der auf dem ESMO präsentierten chinesischen Studie zwischen primären Lungenläsionen und Hirnmetastasen verschiedene somatische Mutationen und DNA-Methylierungsprofile gefunden. Hirnmetastasen wiesen signifikant mehr spezifische Copy-number variations (CNVs) auf. Eine hohe Übereinstimmung wurde für klassische Lungenkrebs-Treibergene und TP53 beobachtet.  
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In primären Lungenläsionen wurden 370 Mutationen (291 single nucleotide variations, SNVs, +Indels, 78 CNVs, 1 Rearrangement) identifiziert, in Hirnmetastasen 574 (245 SNVs+Indels, 327 CNVs, 2 Rearrangements). 242 Mutationen kamen in beiden vor, 128 waren Lungen- und 332 Hirnmetastasen-spezifisch. Bei den Hirnmetastasen-spezifischen Mutationen handelte es sich in der Mehrzahl (82%) um CNVs. Nur 16% der CNVs kamen sowohl in den Lungenläsionen als auch in den Hirnmetastens vor. Bei den SNVs und Indels war die Übereinstimmung mit 54% viel höher. Es wurde auch eine signifikant höhere Konkordanzrate (79%) in TP53 und klassischen Lungenkarzinom-Treibergenen gefunden (p<0,001). Dies könnte darauf hinweisen, dass es sich um Stammmutationen handeln könnte. Eine Pathway-Analyse der Gene, die nur in Hirnmetastasen mutiert waren, zeigte eine Anreicherung von Genen des PI3K-AKT und des fokalen Adhäsions-Pathways.

Mittels DNA-Methylierungsanalysen wurden verschiedene Methylierungsmuster gefunden, die mit 268 Blocks zwischen primären Lungenläsionen und Hirnmetastasen signifikant unterschiedlich methyliert waren: 211 Blocks waren in Hirnmetastasen hypermethyliert, 57 Blocks in Lungenläsionen. In diesen Blöcken kamen häufig Gene vor, die an Zelladhäsion, am Rap1-Signaling und am Kalzium-Signalweg beteiligt sind.

(übers. v. um)

Quelle: ESMO 2019

Literatur:

Fan Y et al. Integrated genomic and DNA methylation analyses of non-small cell lung cancer patients with brain metastases, ESMO 2019, Abstract 1479O
 


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