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Medizin

26. Februar 2016 NSCLC und RCC: CHMP-Empfehlungen für Nivolumab

Bristol-Myers Squibb gab heute bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) die Zulassung von Opdivo® (Nivolumab) für zwei weitere Indikationen empfohlen hat: für Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit nicht-plattenepithelialer Histologie nach vorheriger Chemotherapie und als Monotherapie für Erwachsene mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) nach Vortherapie. Beide Empfehlungen stützen sich auf Phase-III-Studien, in denen Nivolumab einen Überlebensvorteil im Vergleich zur Standardtherapie zeigte. Die Empfehlungen des CHMP werden jetzt von der Europäischen Kommission (EC) geprüft, die über die Zulassung von Arzneimitteln in der Europäischen Union (EU) entscheidet. Nivolumab ist in der EU bereits für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorbehandelte Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit plattenepithelialer Histologie zugelassen.

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Die Empfehlung des CHMP für das Lungenkarzinom basiert auf der Begutachtung der Phase-III-Studie CheckMate -057, die das Gesamtüberleben von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit nicht-plattenepithelialer Histologie untersucht hat (1). Nivolumab zeigte im Rahmen dieser Studie einen Vorteil im Gesamtüberleben (overall survival, OS) und eine Verringerung des Sterberisikos um 27% (HR: 0,73; 96 %-KI: 0,59-0,89; p=0,0015), basierend auf einer vorspezifizierten Interimsanalyse (1,3). Das mediane Gesamtüberleben betrug im Nivolumab-Arm 12,2 Monate (95 %-KI: 9,7-15,0) und im Docetaxel-Arm 9,4 Monate (95 %-KI: 8,0-10,7) (1). 51% der Patienten überlebten ein Jahr im Nivolumab-Arm (95 %-KI: 45–56) im Vergleich zu 39% im Docetaxel-Arm (95 %-KI: 33-45). Das Verträglichkeitsprofil von Nivolumab in der CheckMate -057-Studie entsprach dem in vorherigen Studien (1).

In der Gesamtpopulation, die sowohl Patienten umfasste, die PD-L1 exprimierten, als auch Patienten, bei denen eine PD-L1-Expression nicht nachweisbar war, waren die häufigsten bei mindestens 2 % der mit Nivolumab behandelten Patienten aufgetretenen schweren unerwünschten Nebenwirkungen Lungenentzündung, Lungenembolie, Dyspnoe, Pleuraerguss und Atemversagen (3). Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen bei mit Nivolumab behandelten Patienten (berichtet bei mehr als 20% der Patienten) waren Müdigkeit (49%), Schmerzen des Muskel-Skelett-Apparats (36%), Husten (30%), Appetitlosigkeit (29%) und Obstipation (23%) (3). Die Empfehlung des CHMP für das Nierenzellkarzinom basiert auf einer Begutachtung der Phase-III-Studie CheckMate -025, die Nivolumab im Vergleich zu Everolimus bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom nach vorheriger Therapie mit einem Angiogeneseinhibitor untersuchte. Primärer Endpunkt der CheckMate -025 war das Gesamtüberleben (OS) (2). Mit Nivolumab behandelte Patienten erzielten in dieser Studie eine Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit von mehr als fünf Monaten bei einer medianen Gesamtüberlebenszeit von 25,0 Monaten mit Nivolumab im Vergleich zu 19,6 Monaten bei Everolimus (Hazard Ratio: 0,73; 98,5 %-KI: 0,57–0,93; p=0,0018) (2). Der Gesamtüberlebensvorteil wurde unabhängig von der PD-L1-Expression beobachtet. Nivolumab ist die erste und einzige Anti-PD-1-Therapie, die einen signifikanten Überlebensvorteil in dieser Population im Rahmen einer randomisierten Phase-III-Studie erzielte. Darüber hinaus verzeichneten die mit Nivolumab behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie eine wesentlich geringere Symptombelastung im Vergleich zu Patienten, die mit Everolimus behandelt wurden (2).

Das Sicherheitsprofil von Nivolumab im Rahmen der CheckMate -025-Studie war mit vorherigen Studien vergleichbar (2). Schwere unerwünschte Nebenwirkungen traten bei 47% der mit Nivolumab behandelten Patienten auf. Die bei mindestens 2% der mit Nivolumab behandelten Patienten aufgetretenen häufigsten schweren unerwünschten Nebenwirkungen waren akute Nierenschäden, Pleuraerguss, Lungenentzündung, Diarrhö und Hyperkalzämie (3). Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen bei mit Nivolumab behandelten Patienten im Vergleich zu Everolimus (gemeldet von > 20 % der Patienten) im Rahmen der Studie waren Asthenie (56% im Vergleich zu 57%), Husten (34% im Vergleich zu 38%), Übelkeit (28% im Vergleich zu 29%), Hautausschlag (28% im Vergleich zu 36%), Dyspnoe (27% im Vergleich zu 31%), Diarrhö (25% im Vergleich zu 32%), Obstipation (23% im Vergleich zu 18%), Appetitlosigkeit (23% im Vergleich zu 30%), Rückenschmerzen (21% im Vergleich zu 16%) und Gelenkschmerzen (20% im Vergleich zu 14%) (3). Die klinischen Ergebnisse der CheckMate -057- und CheckMate -025-Studien wurden im Rahmen des Europäischen Krebskongresses (ECC, 25.-29.09.2015, Wien) präsentiert und im The New England Journal of Medicine veröffentlicht (1,2).

Quelle: BMS

Literatur:

(1) Borghaei H, Paz-Ares L, Horn L, et al. Nivolumab versus Docetaxel in Advanced NonsquamousNon-Small-Cell Lung Cancer. N Engl J Med 2015;373(17):1627-39.
(2) Motzer RJ, Escudier B, McDermott DF, et al. Nivolumab versus Everolimus in Advanced Renal- Cell Carcinoma. N Engl J Med 2015;373(19):1803-13.
(3) Bristol-Myers Squibb. Opdivo® Fachinformation. Stand Dezember 2015.


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