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Medizin

17. Juni 2018 Mundhöhlenkrebs: Atemtest als Tumor-Screening

Beim Mundhöhlenkarzinom, den bösartigen Tumoren der Mundhöhle und Zunge, handelt es sich in 80 bis 90% um Plattenepithelkarzinome. Gerade beim oralen Plattenepithelkarzinom (OSCC) sind die frühe Diagnose und Behandlung die wichtigsten Faktoren für eine gute Prognose. Da es derzeit kein etabliertes Prüfverfahren außer der klinischen Inspektion gibt, besteht ein dringender Bedarf an neuen diagnostischen Ansätzen. Ob ein Atemtest dafür geeignet ist, wurde in einer aktuellen Pilotstudie analysiert. Die Ergebnisse lassen aufhorchen – und wurden auf dem 68. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG in Dresden vorgestellt.
Notwendige Screening-Programme sind Schlüsselfaktoren für die Prognose. Dies zur Früherkennung bei Menschen mit hohem Risiko – wie Raucher und schwer Alkoholabhängige
– und in der Phase nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung im Falle eines Rezidivs. Ein Atemtest als schmerzlose und wiederholbare Methode ist daher von großem Interesse als Screening-Test sowohl speziell für Menschen der Risikogruppe als auch für das Rezidiv-Screening nach einer erfolgreichen Behandlung.

Die Studienergebnisse lassen aufatmen

Das Forscherteam1 der Charité Berlin stellte jetzt die Ergebnisse einer Pilotstudie vor, bei der die Patienten jeweils vor und nach ihrer kurativen chirurgischen Therapie eine Atemprobe abgaben, die mittels Gaschromathographie (gekoppelt mit Massenspektrometrie) analysiert wurde. Im Vergleich zur Kontrollgruppe konnten vor der chirurgischen Therapie spezifische flüchtige Kohlenstoffverbindungen – „volatile organic compounds“, kurz VOCs - eindeutig identifiziert werden, die nach der vollständigen, erfolgreichen Tumorentfernung
verschwanden.

Daraus schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass das Atem-Screening mittels VOCErkennung gutes Potenzial als patientennahe Labordiagnostik für die Früherkennung eines unbekannten Plattenepithelkarzinoms und für das Rezidiv-Monitoring zu haben scheint.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie


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