Donnerstag, 18. April 2019
Navigation öffnen

Medizin

24. Juli 2018 Multiples Myelom und Leichtketten-Amyloidose: Daratumumab in innovativen Strategien

Eine optimale Therapiesequenz ist  von besonderer Wichtigkeit für die individuelle Behandlung von MM-Patienten. Immunmodulierende Substanzen (IMiDs) und Proteasom-Inhibitoren sind die Basis der MM-Behandlung. Basierend auf einem dieser Backbones wurden viele Therapieoptionen mit innovativen Substanzen zugelassen oder sind in weiterer Entwicklung. Triplett-Kombinationen (Dara-Rd, Dara-Vd) mit Daratumumab zeigten eine gute Wirksamkeit, die zur Zulassung für erwachsene MM-Patienten nach Versagen wenigstens einer Therapielinie führten.
In der Phase-III-Studie ALCYONE wurde Daratumumab nun bei neu diagnostizierten, transplantationsungeeigneten MM-Patienten zusätzlich zum Triplett mit Bortezomib, Melphalan und Prednison (D-VMP vs. VMP) geprüft. Der primäre Studienendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS). Durch die zusätzliche Daratumumab-Gabe konnte das Risiko für einen Progress oder Versterben um 50% reduziert werden. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 16,5 Monaten war das mediane PFS im D-VMP-Arm noch nicht erreicht und betrug 18,1 Monate unter VMP (HR=0,50; p<0,0001).

Auch in der Behandlung der systemischen Amyloidose wurden für Daratumumab vielversprechende Ergebnisse gezeigt. 40 Patienten erhielten in einer prospektiven Phase-II-Studie Daratumumab als Monotherapie. Ein hämatologisches Ansprechen wurde nach 6 Monaten bei 58% der Patienten gesehen, dabei zeigten 5% ein komplettes Ansprechen (CR), 43% ein sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR) und 10% ein partielles Ansprechen (PR). Die Ansprechrate über den gesamten Beobachtungszeitraum betrug 65% mit 55% ≥ VGPR. Bereits nach einer Injektion wurde ein Ansprechen bei 50% der Patienten beobachtet.

Dr. rer. nat. Ine Schmale



 

Quelle: Satellitensymposium „When innovation meets patients´ needs in multiple myeloma and amyloidosis“,EHA, 14.06.2018, Stockholm; Veranstalter: Janssen


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien

„Vor welcher Krankheit haben Sie persönlich am meisten Angst, dass Sie daran erkranken könnten?“ – Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Ergebnis: 57 Prozent der befragten Deutschen nennen Krebs an erster Stelle. Damit führt Krebs das Feld der gefürchtetsten Krankheiten mit großem Abstand an. Wie gleichzeitig ermittelt wurde, hat nur ein Drittel der Befragten* in letzter Zeit...

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst

70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst
© pressmaster / Fotolia.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krebs. Bei Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren und Frauen ist die Angst besonders groß. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Das Engagement für die eigene Gesundheit wächst. Immer mehr Menschen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen und halten sich mit Sport und gesunder Ernährung fit.

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung
© DKMS gemeinnützige Gesellschaft mbH

in diesem Jahr liegt der Fokus des jährlichen World Blood Cancer Day (WBCD) am 28. Mai auf nachhaltiger Bildung rund um das Thema Blutkrebs. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Helfern, Gruppen und Organisationen weltweit im Rahmen des jährlichen Aufmerksamkeitstags Solidarität mit Patienten demonstriert. Die DKMS appelliert: Macht alle mit! Jeder kann sich am WBCD beteiligen und so den Kampf gegen Blutkrebs voranbringen.

Dem hellen Hautkrebs keine Chance

Mit Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings Mitte 2008 sind die Zahlen der diagnostizierten Fälle sprunghaft angestiegen: Pro Jahr wird hierzulande bei inzwischen rund 18.000 Menschen schwarzer und bei mehr als 140.000 Menschen heller Hautkrebs neu festgestellt. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Erkrankung "Hautkrebs"zwar für mehr als die Hälfte der Befragten ein besorgniserregendes Thema, doch...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom und Leichtketten-Amyloidose: Daratumumab in innovativen Strategien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.